DWS will mit Zukäufen wohl Ernst machen: Im Rennen um NN-Sparte

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(Bloomberg) -- DWS-Chef Asoka Wöhrmann lässt in Sachen Zukäufe Worten erste Taten folgen. Die Deutsche-Bank-Tochter ist im Rennen um die Vermögensverwaltung der niederländischen NN Groep NV und hat ein erstes Gebot abgegeben, wie es von mit der Angelegenheit vertrauten Personen heißt. Mitbewerber für den derzeit größten Fondsmanager am Markt ist unter anderem die italienische Assicurazioni Generali SpA.

Die DWS Group GmbH & Co. KGaA ist schon seit längerem auf der Pirsch nach Zukäufen, um in dem sich konsolidierenden Markt besser mitzuhalten. Erst am Mittwoch hatte Wöhrmann auf einer Konferenz des Mutterkonzerns bekräftigt, “aktiv” über Übernahmen nachzudenken. Größe ist ein immer wichtigerer Erfolgsfaktor in der Branche, die unter Margendruck ächzt. DWS ist mit seinen 790 Milliarden Euro verwaltetem Vermögen zwar groß für Europa, aber international nur auf Platz 17 und auch auf dem Kontinent weit hinter Platzhirsch Amundi SA.

Die NN Investment Partners mit 300 Milliarden Euro verwaltetem Vermögen und einem geschätzten Kaufpreis von etwa 1,5 Milliarden Euro wäre eine signifikante Vergrößerung, wenn auch noch nicht der transformative Megadeal, den Wöhrmann sucht. Die DWS könnte den Kauf wohl auch ohne Kapitalerhöhung stemmen.

Außer der Mailänder Generali habe die NN-Sparte auch das Interesse von UBS Group AG und Allianz SE geweckt, sagten die Personen. Auch internationale Vermögensverwalter, darunter einige US-Firmen, schauten sich die Auktion an, heißt es. Wer außer DWS und Generali konkrete Erstrundengebote abgegeben hat, war nicht sofort zu eruieren.

NN hatte im April bekannt gegeben, dass sie Optionen für die Sparte prüft - einschließlich einer Fusion und eines Teilverkaufs. Die NN Investment Partners verwaltet hauptsächlich die Vermögenswerte aus den von NN verkauften Lebensversicherungen - zu etwa 70% festverzinsliche Wertpapiere.

Noch sei die Transaktion im Fluss und es gebe keine Gewissheit, dass es zu einem Deal kommt, sagten die Personen. NN könnte auch eine Minderheitsbeteiligung behalten und würde jedenfalls einen Kooperationsvertrag mit dem Käufer abschließen.

Vertreter von DWS, Generali, NN und UBS lehnten Stellungnahmen ab, während ein Sprecher der Allianz nicht sofort für einen Kommentar zu erreichen war.

Die Branche ist derzeit ziemlich in Bewegung. Amundi SA, die am entschlossensten zugreifen, hat zuletzt den Asset Manager von Sabadell gekauft und den ETF-Manager Lyxor von Société Générale SA. Wöhrmann sagte am Mittwoch, er habe sich Lyxor ebenfalls angeschaut, sich aber dagegen entschieden.

Überschrift des Artikels im Original:Deutsche’s DWS, Generali Said to Vie for NN’s Asset Manager (1)

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