DWS-Boni nicht mehr an Performance der Deutschen Bank gebunden

Steven Arons

(Bloomberg) -- DWS Group, die Vermögensverwaltungstochter der Deutschen Bank AG, wird ihre Bonuszahlungen nicht mehr an die Entwicklung der Muttergesellschaft binden. Für das Unternehmen ist dies ein weiterer Schritt zu mehr Unabhängigkeit.

Die Komponente der Mitarbeiterprämien, die von den Unternehmensergebnissen abhängt, ist nun nur noch von der Entwicklung der DWS abhängig. Dies geht aus einem Memo hervor, das Bloomberg News vorliegt und dessen Authentizität von einem Sprecher bestätigt wurde.

Die Deutsche Bank ist weiterhin mit rund 80% an der DWS beteiligt, die sie vor zwei Jahren an die Börse in Frankfurt brachte. Der von Konzernchef Asoka Wöhrmann geleitete Vermögensverwalter hat seitdem versucht, seine Unabhängigkeit hervorzuheben, unter anderem indem das Wort „Deutsche“ in einem Rebranding aus dem Firmennamen gestrichen wurde.

Wöhrmann informierte die Mitarbeiter über die Bonusänderung einen Tag bevor DWS und die Muttergesellschaft individuelle Bonuszahlungen für 2019 bekannt geben. Dieser Tag wurde traditionell als “DOLF”, Day Of Long Faces (Tag der langen Gesichter) bezeichnet, für die Enttäuschung, die er in den letzten Jahren brachte, erklärten mit der Angelegenheit vertraute Personen, die namentlich nicht genannt werden wollten.

Der DWS-Group-Bonuspool für 2019 könnte um bis zu 10% steigen, berichtete Bloomberg Anfang Februar. Im Vergleich dazu dürfte die variable Gesamtvergütung der Deutschen Bank um etwa 20% sinken, erklärten die mit der Angelegenheit vertrauten Personen.

Überschrift des Artikels im Original:DWS to Stop Tying Bonuses to Performance of Parent Deutsche Bank

Kontakt Reporter: Steven Arons in Frankfurt sarons@bloomberg.net

Kontakt verantwortlicher Editor: Dale Crofts dcrofts@bloomberg.net, Christian Baumgaertel, Ross Larsen

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