Dwayne „The Rock“ Johnsons Kampf mit Depressionen

The Rock war zuerst ein Wrestling-Superstar, dann wurde er zum Actionhelden. (Bild: Joel C Ryan/Invision/AP Photo)

In einem Interview sprach Action-Superstar Dwayne Johnson – auch bekannt als „The Rock“ – offen über seinen Kampf mit Depressionen und den Selbstmordversuch seiner Mutter.

Man kennt ihn als knallharten Action-Helden, in einem Interview mit der britischen Zeitung „Express“ zeigte Dwayne Johnson nun aber eine ganz andere Seite von sich. Der 45-Jährige erzählte offen von seinen inneren Kämpfen – und erklärte, dass er viele Jahre an Depressionen litt.

Eines der prägenden Erlebnisse für ihn war, als seine Mutter versuchte, sich vor ihm das Leben zu nehmen. Johnson war damals 15 Jahre alt. „Sie stieg auf der Interstate 65 in Nashville einfach aus dem Auto aus und ging in den entgegenkommenden Verkehr“, erinnert er sich. „Große LKWs und Autos versuchten, auszuweichen. Ich habe sie gepackt und versucht, sie zurück auf den Pannenstreifen zu ziehen.“ Seine Mutter könne sich an diesen Vorfall gar nicht erinnern, so der Schauspieler: „Es ist vielleicht auch am besten, dass sie das nicht tut.“

2017 wurde Dwayne Johnson in Hollywood mit einem eigenen Stern auf dem Walk of Fame geehrt. (Willy Sanjuan/Invision/AP Photo)

Auch Johnson selbst kämpfte mit Depressionen. Im Interview beschreibt er seine schwerste Zeit. Jahre nach dem Selbstmordversuch seiner Mutter wollte er Profi-Footballer werden, aufgrund mehrerer Verletzungen platzte dieser Traum aber. Er wurde kurzzeitig für die Canadian Football League verpflichtet, nach nur einem Jahr aber wieder entlassen. Kurz danach machte seine damalige Freundin mit ihm Schluss.

„Das war meine absolut schlimmste Zeit“, so der Action-Star. „Ich hatte einen Punkt erreicht, an dem ich nichts mehr machen oder irgendwo hingehen wollte. Ich habe dauernd nur geweint.“

Mittlerweile geht es sowohl dem Schauspieler als auch seiner Mutter wieder gut. Für ihn sei es wichtig, anderen Menschen in einer ähnlichen Lage zu helfen: „Wir sind beide geheilt, aber wir versuchen immer noch, so gut wie möglich zu erkennen, wenn andere Menschen Schmerzen haben. Wir müssen ihnen da durch helfen und sie daran erinnern, dass sie nicht alleine sind.“