Dutzende Mädchen sollen in Kinderheim in Indien sexuell missbraucht worden sein

In einem Kinderheim im Osten Indiens sollen dutzende Mädchen sexuell missbraucht und in einem Fall zu Tode geprügelt worden sein. Ermittler durchsuchten am Montag das staatliche Heim in Muzaffarpur im Bundesstaat Bihar, um Spuren der Verbrechen zu sichern und womöglich sterbliche Überreste des Todesopfers zu finden, wie die Polizei mitteilte.

Medizinische Untersuchungen ergaben demnach, dass mindestens 29 Mädchen zwischen sieben und 17 Jahren vergewaltigt wurden. Zehn Verdächtige, unter ihnen Heim-Mitarbeiterinnen und Angestellte des öffentlichen Dienstes, seien festgenommen worden.

Ein Sozialinstitut hatte im Mai erstmals über die Missbrauchsfälle in dem Heim informiert. Das Institut zitierte aus Interviews mit Opfern, die schwere Vorwürfe erhoben. Einige der Mädchen gaben an, sie hätten nackt bei der Chefin der Einrichtung schlafen müssen und seien über Monate hinweg von ihr missbraucht worden.

Eines der mehr als 40 mutmaßlichen Missbrauchsopfer berichtete laut Polizei, das Heimpersonal habe ein Mädchen zu Tode geprügelt. Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist in Indien weit verbreitet, immer wieder gibt es brutale Übergriffe. Skandale um sexuellen Missbrauch werden immer wieder auch aus staatlichen Heimen gemeldet.