Nach Durchzug von Sturm "Eleanor" in Frankreich 70-jähriger Deutscher vermisst

Wellen am Strand in der Nähe von Marseille

In Frankreich wird nach dem Durchzug des Sturmtiefs "Eleanor" ein 70-jähriger Deutscher vermisst. Nach Behördenangaben verschwand er im Département Haute-Marne im Nordosten des Landes. Er wurde demnach möglicherweise von den Wassermassen des durch Starkregen angeschwollenen Flusses Aube fortgerissen. Die Zahl der Toten erhöhte sich seit Donnerstag von drei auf fünf.

In der Breda-Schlucht an der Grenze der Départements Isère und Savoyen wurde nach stundenlanger Suche eine männliche Leiche gefunden. Möglicherweise handelte es sich um diejenige eines zunächst noch nicht offiziell identifizierten 64-jährigen Feuerwehrmanns. Dieser war am Vortag während einer Rettungsaktion in einen reißenden Fluss gespült worden.

In Choisy im östlichen Département Haute-Savoie kam ein Arbeiter ums Leben, ein anderer wurde schwer verletzt. Beide hatten zum Zeitpunkt des Sturms einen Bauernhof renoviert. Im Dorf Lucenay-l'Evêque im östlichen Département Saône-et-Loire wurde einem über 80 Jahre alten Mann vermutlich der dort über die Ufer getretene Fluss zum Verhängnis.

Unterdessen beruhigte sich die Lage allmählich. Die Gefahr von Lawinen in den Alpen sowie von Überschwemmungen und Hochwasser blieb aber bestehen. Die Lawinenwarnung wurde von der höchsten Stufe 5 auf die Stufe 3 oder 4 gesenkt. Skifahrer wurden angewiesen, die markierten Pisten nicht zu verlassen.

Erdrutsche und Schneemassen erschwerten vielerorts den Autoverkehr. Zum Ende der Winterferien kehren am Samstag zehntausende Urlauber aus den Skigebieten zurück. Die Polizei bereitete sich auf eine gespannte Lage vor.