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Warmwasserversorgung im Haushalt: Welche Möglichkeiten gibt es?

Wenn es um die Warmwasserversorgung im Haushalt geht, stehen uns grundsätzlich zwei verschiedene Systeme zur Verfügung: zum einen die zentrale und zum anderen die dezentrale Aufbereitung. Bei ersterer wird das Wasser – wie der Name schon sagt – zentral an einem Ort erwärmt. Meist geschieht das in der Heizanlage im Keller oder im Technikraum. Im Gegensatz dazu wird das Wasser bei der dezentralen Aufbereitung direkt dort erwärmt, wo es gebraucht wird, also unmittelbar an den einzelnen Zapfstellen, zum Beispiel am Waschbecken oder in der Dusche.

In diesem Artikel soll es nun vorrangig um die dezentrale Warmwasserbereitung und die beiden unterschiedlichen Systeme gehen, die dabei zum Einsatz kommen können. Bei beiden wird Strom oder Gas als Energiequelle genutzt. Darüber hinaus unterscheiden sie sich aber in zahlreichen Aspekten teilweise sehr deutlich voneinander:

1. Der Durchlauferhitzer:

Wie der Name bereits vermuten lässt, erwärmt der Durchlauferhitzer das Wasser während des Durchlaufs, also nur, wenn der Wasserhahn betätigt wird. Das Gerät senkt dabei den Wasserdruck und verringert die Menge des zu erhitzenden Wassers.

2. Der Kleinspeicher/Boiler:

Im Gegensatz dazu erwärmt der Kleinspeicher, in der Umgangssprache meist Boiler genannt, Wasser über einen langen Zeitraum hinweg und hält es durch ständiges Erhitzen und bestimmte Dämmverfahren warm. Auf diese Weise bevorratet das Gerät erwärmtes Wasser dauerhaft. Anders als der Durchlauferhitzer arbeitet der Boiler also nicht nur, wenn wirklich gerade warmes Wasser benötigt wird, sondern permanent.

Credits: homify / easyHeizung GmbH

Durchlauferhitzer vs. Boiler: Vor- und Nachteile beider Systeme

Stolze 121 Liter Wasser verbraucht Studien zufolge jeder von uns durchschnittlich pro Tag. Davon entfallen etwa 30%, also über 36 Liter, auf Warmwasser, welches wir zum Duschen, Baden, Waschen etc. verwenden. Und natürlich wollen wir, dass uns dieses warme Wasser jederzeit, unverzüglich und beliebig lange zur Verfügung steht, wenn wir es brauchen. Damit wir uns diesen Luxus tagtäglich gönnen können, muss das dafür benötigte Wasser allerdings erst einmal auf die gewünschte Temperatur erwärmt werden. Dafür haben wir in der Haustechnik verschiedene Systeme, Modelle und Geräte zur Wahl, die alle ganz individuelle Vor- und Nachteile mit sich bringen. Wir nehmen heute das Thema Warmwasserbereitung einmal genauer unter die Lupe und vergleichen zwei beliebte dezentrale Systeme – den Boiler und den Durchlauferhitzer. Als Kriterien dienen uns dabei Anschaffungs- und Betriebskosten, Energieeffizienz, Regelbarkeit und Platzanspruch. Die jeweiligen Aspekte könnt ihr dann ganz einfach für euch persönlich gegeneinander abwägen und individuell entscheiden, welches Modell für euch und euren Haushalt am sinnvollsten ist.