Durchbruch bei K+S

Thorsten Küfner
Durchbruch bei K+S

Der Düngemittel- und Salzproduzent K+S hat sich nach einem jahrelangen Streit mit dem Naturschutzverein BUND endlich geeinigt. Demnach plant der Konzern, weniger Salzabfälle in der Werra zu versenken. Der BUND zieht im Gegenzug die laufende Klage gegen die aktuelle Versenkerlaubnis für K+S zurück.

Die Details des nun ausgehandelten Deals: Der MDAX-Konzern verzichtet auf bis zu eine Million des eigentlich für 2021 genehmigten Versenkvolumens. Voraussetzung hierfür ist allerdings eine „normale Wasserführung der Werra“. Das im Mai beim Verwaltungsgericht in Kassel vom BUND angestrengte Eilverfahren, um diese Praxis zu stoppen, wird nun zurückgezogen.

Nach dem Auslaufen der noch bis 2021 genehmigten Versenkerlaubnis will K+S ohne die umstrittene Praxis der Verpressung von Salzabfällen in die Werra auskommen.

Etwas mehr Sicherheit
Für K+S ist es zunächst einmal gut, dass die Klage gegen die derzeit angewendete Praxis abgewendet ist. Sie stellte ein nicht gerade geringes Risiko für den Konzern dar. Die Aktie legte nach Bekanntwerden des Deals auch etwas zu.

Allerdings bleibt ein wahrer Berg von Problemen und Risiken für den nicht zu beneidenden K+S-Vorstand. Die Aktie bleibt daher nach wie vor ein heißes Eisen. Anleger sollten hier vorerst weiter an der Seitenlinie verharren.