Dünn wie Pizzaboden? Victoria Beckham geht gerichtlich gegen Vergleich vor

Schlank wie eine Gerte oder gar dünn wie eine Pizza? Victoria Beckham gefallen diese Vergleiche nicht. (Bild: AP Photo)

Ein englischer Schnellimbiss wirbt derzeit mit Victoria Beckham für seine dünnen Pizzaböden. Das Ex-Spice-Girl fühlt sich von diesem Vergleich derart angegriffen, dass sie nun gerichtlich dagegen vorgehen will. Für den Lokalbetreiber unverständlich – denn der wollte nur „ein bisschen Spaß“ haben.

Drei Jahre schon wirbt der Take-away-Imbiss „Sidhu Golden Fish & Chips“ mit Victoria Beckham. Drei Jahre lang hat das niemanden interessiert. Nun aber erregt die Reklame mit dem Model und Ex-Spice-Girl plötzlich Aufsehen. Im Camp von Victoria Beckham scheint man mitbekommen zu haben, mit welchen Mitteln der Imbissbetreiber aus dem englischen Städtchen Battle Hill für sein Fast Food wirbt.

Auf der Heckscheibe eines Firmenfahrzeugs ist eine Pizza zu sehen. Beworben wird sie mit den Worten: „Unser neuer Victoria-Beckham-dünner Boden – nur zwei Millimeter dünn!!“ Daneben ist eine abgemagerte Comic-Figur zu sehen, die das Ex-Spice-Girl darstellen soll. Neben der Pizza heißt es: „Das ist dünn“, während ein Schriftzug neben Beckham lautet: „Das ist nicht dünn!“.

Eine Sprecherin Victoria Beckhams nannte die Aktion „gedankenlos“. Man wolle rechtliche Schritte einleiten. „Es ist höchst unangebracht, Essstörungen zu trivialisieren und die Reputation einer Person durch solch diffamierende Behauptungen zu beschädigen – weswegen wir nun rechtliche Schritte einleiten“, sagte die Frau laut „Daily Mail“.

Victoria Beckham sorgt mit ihrer Figur immer wieder für Diskussionen. (Bild: wenn)

Gegenüber der Zeitung erklärte der Betreiber des Imbisslokals, Soni Sidhu, was er mit der Werbung bezwecken wollte: „Es ist nicht dazu gedacht, jemanden zu beleidigen und unsere Kunden sehen es im Kontext. Es sprengt Grenzen und ermutigt Leute, hereinzukommen und die Pizza zu probieren.“

Sidhu will die Werbung aufgrund der Kritik, die nun auch in den sozialen Netzwerken auf ihn und sein Unternehmen einprasselt, bald abnehmen. Schuldbewusstsein scheint den Unternehmer allerdings nicht zu plagen: „Wir wollten, dass das Schild die Aufmerksamkeit der Menschen weckt … Es ist einfach wirklich nur ein bisschen Spaß.“ Der 32 Jahre alte Gastronom weiß aber auch: „Anorexie und psychische Probleme muss man ernst nehmen.“