Dunkle Wolken über Frankfurt - DAX vor neuem Verkaufssignal

Thomas Bergmann
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Dunkle Wolken über Frankfurt - DAX vor neuem Verkaufssignal

Der deutsche Leitindex hat am Donnerstag die Nerven der Anleger bis aufs Äußerste gespannt. Zeitweise notierte der DAX bei 12.316 Zählern und damit etwas tiefer als vergangenen Freitag. Gegen Handelsschluss konnte man aber wieder etwas aufatmen, schaffte es das Aktienbarometer sogar wieder zurück in den Unterstützungsbereich bei 12.375 Punkten. Am Tag des G20-Gipfels in Hamburg dürfte die Anspannung unter den Börsianern dennoch anhalten.

Bond-Markt in Aufruhr

Auf den DAX prasselt es zurzeit von allen Seiten ein. Eine Sorge ist, dass US-Präsident Trump am Freitag erneut den deutschen Handelsüberschuss kritisieren und mit einer Erhöhung der Importsteuer drohen wird. Zweitens sind die Anleger wegen der schwachen ADP-Daten vom Donnerstag beunruhigt. Sollte der große Job-Report heute ähnlich schlecht ausfallen, dürfte der Dollar gegenüber dem Euro weiter an Boden verlieren, was den DAX wiederum belastet.

Am meisten Angst bereiten den Investoren die Entwicklungen am Zinsmarkt. Die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihen sind seit 18 Monaten erstmals wieder über 0,5 Prozent gestiegen. Die Blase, die die EZB aufgebläht hat, droht zu platzen und den Aktienmarkt in Mitleidenschaft zu nehmen.

Neues Verkaufssignal ante portas

Die Risiken für Aktien sind zuletzt signifikant gestiegen. Aus technischer Sicht würde ein Fall unter das gestrige Tief ein Rückschlagspotenzial bis 12.000 Punkte ergeben. Wahrscheinlich wäre dann auch ein Test der 200-Tage-Linie die bei 11.700 Zählern verläuft, die Folge. DER AKTIONÄR hat in seiner jüngsten Ausgabe, die Sie hier bequem herunterladen können, ein Stop-Buy-Limit für ein Short-Produkt empfohlen. Das Limit wurde bereits gestern aktiviert.