Bochums Aufstiegsmotor stottert weiter

Aufstiegs-Mitfavorit VfL Bochum ist auch im zweiten Saisonspiel der 2. Bundesliga sieglos geblieben. Das Team von Trainer Ismail Atalan kam im West-Derby bei Aufsteiger MSV Duisburg nur zu einem 1:1 (0:1).

Nach der Auftaktpleite den FC St. Pauli stehen die Bochumer wie der MSV bei einem Zähler. Duisburg hatte zum Start bei Dynamo Dresden verloren (Ergebnisse und Tabellen der 2. Bundesliga).


"Es waren zwei unterschiedliche Halbzeiten von uns. Im ersten Durchgang hat uns das Tempo gefehlt, das haben wir danach besser gemacht. Wir sind nie mit einem Unentschieden zufrieden und müssen nach dem Anpfiff viel besser aus der Kabine kommen", sagte Bochums Kapitän Felix Bastians.

Stürmer Borys Taschtschy hatte für die frühe Führung der Gastgeber (7.) gesorgt, ehe der nach der Halbzeit eingewechselte Jannik Bandowski (47.) für den VfL ausglich und zumindest einen Punkt rettete.

Dadurch verhinderte Bochum eine geschichtsträchtige Niederlage: Nie zuvor war der VfL mit zwei Niederlagen in eine Zweitliga-Saison gestartet.


Duisburg erwischte die Bochumer eiskalt: MSV-Stürmer Simon Brandstetter ließ einen Ball im Zweikampf abprallen, Taschtschy jagte den Ball trocken aus 18 Metern über den Innenpfosten ins Tor. In einer intensiv geführten Partie mit harten Zweikämpfen ließ Duisburg die Bochumer Angriffsreihen zunächst kaum zur Entfaltung kommen.

Im zweiten Durchgang erhöhte Bochum vor 22.893 Zuschauern die Schlagzahl und schnürte den Rivalen in dessen Hälfte ein. VfL-Neuzugang Danilo (66.) zielte aus 18 Metern nur knapp am Tor vorbei. Duisburg kam in dieser Phase nur vereinzelt zu Entlastungsangriffen.

Bochums Trainer Atalan sagte nach dem Spiel auf der Pressekonferenz: "Man sieht, dass die Mannschaft und ich noch Zeit brauchen." Zugleich lobte er den Gegner: "Duisburg hat uns das Leben schwer gemacht, wir hatten einen anderen Plan."

Dessen Trainer Ilija Gruev war mit der Einstellung seiner Mannschaft zufrieden: "Wir haben das Wort 'Derby' heute gelebt." Zudem sei die Mannschaft spielerisch viel besser als in der vergangenen Saison, so Gruev auf der Pressekonferenz.