"Duell um Europa" zwischen Frankfurt und Hoffenheim: Kein Sieger und viele offene Fragen

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"Duell um Europa" zwischen Frankfurt und Hoffenheim: Kein Sieger und viele offene Fragen

Das 1:1 im "Duell um Europa" half Frankfurt und Hoffenheim nur wenig. Die Entscheidung, wer nun international spielen wird, könnte erst spät fallen.

Die Punkteteilung im "Duell um Europa" half Eintracht Frankfurt und 1899 Hoffenheim nur bedingt. Die Entscheidung, ob und in welchem internationalen Wettbewerb beide Teams in der nächsten Saison antreten, wird wohl erst am letzten Spieltag fallen.

Viele Fragen blieben offen nach dem unterhaltsamen "Duell um Europa", selbst Julian Nagelsmann scheute eine klärende Einordnung. "Jetzt schauen wir einfach mal, was ihr so macht und was wir so machen", sagte der Coach von 1899 Hoffenheim nach dem 1:1 (0:0) bei Eintracht Frankfurt: "Und dann schauen wir, wo ihr landet und wo wir landen."

Kovac: "Wird definitiv nicht leichter"

Der Blick in die Zukunft war notwendig, denn die gerechte Punkteteilung hilft aktuell keinem Team richtig weiter - weder den Hoffenheimern im Wettstreit um die Europa League, noch Frankfurt im Kampf um die Champions League. "Der Ausgang ist nicht einfach zu bewerten", sagte Eintracht-Coach Niko Kovac: "Es wird aber definitiv nicht leichter, wir müssen uns strecken."

Dabei spielte der 46-Jährige gar nicht mal ausschließlich auf den möglichen Einzug in die Königsklasse an, Platz vier müssen die Hessen nach dem Montagsspiel zwischen RB Leipzig und Bayer Leverkusen ohnehin wieder räumen. Fünf Spieltage vor dem Saisonende ist nämlich auch der "Trostpreis" Europa League noch nicht sicher - wenngleich die Vorzeichen stimmen.

Rang sieben könnte für Europa reichen

Drei Zähler beträgt weiterhin der Vorsprung der Frankfurter auf die siebtplatzierten Hoffenheimer. Aufgrund der Konstellation im Halbfinale des DFB-Pokals könnte letztlich sogar Rang sieben für Europa reichen. Von einem "guten Polster" sprach daher auch Sportvorstand Fredi Bobic, der einen "Kampf bis zum Saisonende" prophezeite.

In diesem mischt dank der Serie von nun sechs Spielen ohne Niederlage auch die TSG wieder mit. Und weil Hoffenheim in der kommenden Woche den Hamburger SV empfängt und gleichzeitig Frankfurt in Leverkusen ran muss, könnte dann schon der Positionswechsel stattfinden, den sich die Kraichgauer für Sonntag gewünscht hatten.

Nagelsmann fordert: "Hausaufgaben erledigen"

"Wir hatten die große Chance, enger heranzukommen an die sechs ganz interessanten Plätze der Bundesliga", sagte Nagelsmann, der sein Team aufforderte, "ab sofort die Hausaufgaben zu erledigen". Ein Sieg gegen den HSV ist deshalb Pflicht, für Hoffenheim spricht zudem das vermutlich etwas leichtere Restprogramm.

"Unsere Chancen sind immer noch sehr groß", sagte Benjamin Hübner, während Kevin Akpoguma ergänzte: "Wenn wir daheim die Punkte holen, schaffen wir Europa ganz bestimmt." Um das Ziel zu erreichen, dürfen die beiden in der Abwehr aber nicht so schläfrig agieren wie beim Treffer des Frankfurters Luka Jovic (49.).

Das Glück für Hoffenheim war am Sonntag, dass der formstarke Serge Gnabry einmal mehr seine Klasse unter Beweis stellte und den Endstand markierte (56.). "Es fühlt sich so an, als hätten wir zwei Punkte verloren", sagte Frankfurts Schlussmann Lukas Hradecky. Mit Blick auf die kommenden Wochen meinte Danny da Costa aber immerhin: "Der Punkt kann noch sehr wertvoll sein."