Joshua dominiert Mega-Fight und fordert Wilder

Anthony Joshua (r.) besiegt Joseph Parker im WM-Kampf klar nach Punkten

Anthony Joshua (28) hat seinen Siegeszug im Schwergewichts-Boxen fortgesetzt und knapp ein Jahr nach dem Triumph über Wladimir Klitschko den nächsten Mega-Fight gewonnen.

Der Brite entschied am Samstagabend in Cardiff/Wales einen unspektakulären WM-Vereinigungskampf gegen den neuseeländischen WBO-Champion Joseph Parker einstimmig nach Punkten für sich und blieb auch im 21. Profikampf ungeschlagen.

Parker sorgt für Premiere

Für Parker (26) war es die erste Niederlage im 25. Kampf - immerhin ist er der erste Profi-Gegner, der gegen Joshua keinen K.o. einstecken musste (SPORT1 zeigt am Montag, 2. April um 23.30 Uhr die Highlights des Kampfes im TV auf SPORT1.)

"Zwölf Runden, das war hart, Joseph ist ein Champion", sagte Joshua: "Er hatte eine Schlacht angekündigt, aber ich wusste, dass es hier um Finesse geht. Ich habe ihn kontrolliert, das war wichtig."


Joshua, der im April vergangenen Jahres Klitschko in London in einer denkwürdigen Ringschlacht durch K.o. besiegt hatte, hält auch die Gürtel der Verbände IBF und WBA. Ihm winkt nun ein Duell mit dem Amerikaner Deontay Wilder, der Anfang März die WBC-Krone gegen den Kubaner Luis Ortiz erfolgreich verteidigt hatte.

SPORT1 zeigt dieses Jahr 20 Kampfabende live im Free-TV, unter anderem mit Arthur Abraham, Tyron Zeuge und Vincent Feigenbutz.

"An meinem Plan gibt es keinen Zweifel", sagte Joshua, "bringt Wilder in den Ring und ich haue ihn um. Wir müssen dafür nicht in die USA gehen, wir können das hier in Großbritannien erledigen."

Die ersten Runden gestalteten sich recht ausgeglichen, Joshua kam dann aber stärker auf und erhöhte ab der fünften Runde die Geschwindigkeit. Der Kampf wurde nun kurzzeitig etwas wilder, und Parker konnte in dieser Phase punkten. Dann spielte Joshua aber wieder seine größere Reichweite aus und landete immer wieder kleinere Treffer an Kopf und Körper, die Wirkung zeigten: Parker schien ab der achten Runde langsam die Kraft auszugehen.

Joshua beherrscht nach Belieben

Joshua hatte nun die Kontrolle über den Kampf und den klaren Vorteil auf den Punktzetteln, der Brite ging daher kaum noch unnötiges Risiko ein. Parker fand keine Mittel und war nicht mehr in der Lage, den Gegner in Schwierigkeiten zu bringen.