DTM-Rookie Frijns: Audi erwartet Punkte- und Podestplätze

Audi hat große Erwartungen an DTM-Neuling Robin Frijns


Ein DTM-Rookie, aber nicht unerfahren: Audi setzt hohe Erwartungen in Robin Frijns, der 2018 seine erste DTM-Saison mit den Ingolstädtern bestreiten wird. Der Niederländer beerbt den zurückgetretenen Mattias Ekström bei Abt und tritt damit in große Fußstapfen. Seit 2015 gehört der 26-Jährige zum Kader der Audianer und gewann in der Blancpain-Serie bereits zweimal den Titel. Bei den Vier Ringen weiß man um die Stärke das Manns aus Maastricht. "Ich erwarte von ihm, dass er regelmäßig in die Punkte fährt, aber ich erwarte auch, dass er auf dem Podium steht", sagt Audi-Motorsportchef Dieter Gass zu 'Motorsport-Total.com'.

Dass Frijns das gleiche schafft, wie sein Rookie-Vorgänger Rene Rast und im ersten DTM-Jahr den Titel holt, ist unrealistisch. "Das passiert nur selten und können wir nicht von einem Rookie erwarten", meint der Sportchef. "In der DTM geht es hart und eng zur Sache, aber es ist ein guter Zeitpunkt, um dort einzusteigen. Denn es gibt erhebliche Regeländerungen im Bereich des Abtriebs."

DTM-Erfahrung sei deshalb nicht ganz so wichtig, meint Gass und glaubt, dass der Niederländer gut mit den erfahrenen Piloten mithalten kann. "Er hat in allen Meisterschaften, an denen er teilgenommen hat, den Titel gewonnen." Sollte es in diesem Jahr in der DTM noch nicht klappen, "hoffe ich, dass er in Zukunft eine Chance hat".

Die Ingolstädter hatten ursprünglich andere Pläne für Frijns. "Wir wollten ihn als Ersatzfahrer in der Formel E", verrät der Audi-Sportchef. "Robin hat Erfahrung in der Formel E und wir wollten ihn behalten, weil wir wussten, dass auch andere Interesse an ihm hatten." Inmitten der Verhandlungen über die Elektrorennserie entschied sich Mattias Ekström, sich aus der DTM zu verabschieden. Und plötzlich war ein DTM-Cockpit zu vergeben. "Wir hatten Robin, das war die perfekte Möglichkeit", so Gass.

Frijns war kurz davor, einen Vertrag mit einem LMP1-Team zu unterschreiben, als ihn die Nachricht über die DTM-Option erreichte. Er ist sich dessen bewusst, dass er eine Weile brauchen wird, um sich an sein neues Arbeitsgerät zu gewöhnen. "Ich muss realistisch bleiben. Da sind viele Jungs mit jahrelanger Erfahrung - einige davon fahren seit über zehn Jahren in der DTM. Es ist unrealistisch, dass ich von Beginn an vor ihnen stehe", sagt der Niederländer. "Ich möchte konkurrenzfähig sein, ein paar Punkte einfahren und viel lernen."

Wenn er am 5. Mai sein erstes DTM-Rennen fährt, wird etwas anders sein, als bisher. "In den vergangenen Jahren habe ich mir das Auto mit zwei oder drei Jungs geteilt", sagt er, "das ist ab sofort anders." Großen Druck macht er sich nicht. Vielmehr möchte er das in ihn gesetzte Vertrauen zurückgeben. "Sie lassen mich in der DTM fahren, weil sie an mich glauben. Darüber freue ich mich sehr."

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