DTM: Meister Wittmann verliert Sieg - Ekström Spitzenreiter

SID
DTM: Meister Wittmann verliert Sieg - Ekström Spitzenreiter

DTM-Meister Marco Wittmann (Fürth) hat seinen ersten Saisonsieg am Grünen Tisch verloren und damit einen herben Rückschlag im Titelkampf kassiert. Der BMW-Pilot wurde am Sonntagabend rund zwei Stunden nach dem abschließenden Lauf in Zandvoort disqualifiziert und verlor damit die 25 Punkte für seinen Sieg. Grund war eine zu geringe Spritmenge im Boliden des 27-Jährigen am Ende des Rennens, BMW verzichtete auf einen Einspruch.
Den Sieg erbte Audi-Pilot Mike Rockenfeller (Neuwied) vor seinen Markenkollegen Loic Duval (Frankreich) und Mattias Ekström (Schweden). Ekström übernahm damit wieder die Führung im Gesamtklassement.
Dort hat er mit 128 Punkten nun 14 Punkte Vorsprung auf René Rast (Minden/Audi), der am Sonntag ohne Zähler blieb. Auch Ex-Champion Rockenfeller ist mit nun 110 Zählern wieder ein Kandidat auf den Gesamtsieg. Rast hatte am Samstag als Neunter zwei Punkte geholt, am Sonntag schied er mit einem Schaden an der Aufhängung äußerst unglücklich aus.
Der frühere Formel-1-Pilot Timo Glock (BMW/Wersau) brachte sich zudem selbst um eine gute Ausgangsposition im Saisonendspurt. Der 35-Jährige gewann zunächst überraschend das Rennen am Samstag, im Qualifying am Sonntag bremste er in der Hitze des Wettbewerbs jedoch absichtlich einen Kontrahenten aus und wurde für das Rennen ans Ende des Feldes versetzt. Als Siebter holte er noch sechs Punkte und liegt bei 104 Zählern.
Auch für Mercedes lief es am ersten Rennwochenende nach der Ausstiegsankündigung nicht nach Plan. Titelkandidat Lucas Auer (Österreich) schied am Sonntag aus und blieb wie schon am Samstag ohne Punkte. Bester Stern-Pilot im zweiten Rennen war noch Routinier Gary Paffett (Großbritannien) als Fünfter.
Vor rund vier Wochen hatte Mercedes angekündigt, die DTM zum Ende der Saison 2018 zu verlassen. Seither scheint die Zukunft der Serie über die kommende Saison hinaus fraglich. In diesem Jahr stehen noch drei Stationen mit insgesamt sechs Rennen auf dem Programm.