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DSV zieht brisante Klage zurück

DSV zieht brisante Klage zurück
DSV zieht brisante Klage zurück

Der Deutsche Skiverband (DSV) und drei weitere Nationalverbände haben ihre Klage gegen die umstrittene Wiederwahl des schwedisch-britischen Geschäftsmanns Johan Eliasch zum Präsidenten des Internationalen Ski-Verbandes (FIS) zurückgezogen.

Zwar habe sich die Rechtsauffassung nicht geändert, sagte DSV-Vorstandsmitglied Stefan Schwarzbach dem SID, das aktuelle Verfahren überlagere aber „die notwendigen Abstimmungsprozesse.“ Geplant sei nun ein Runder Tisch mit allen Beteiligten.

Bei der Wahl beim FIS-Kongress im Mai 2022 in Mailand hatten die Delegierten nur die Möglichkeit gehabt, für Eliasch zu stimmen oder sich zu enthalten - eine Abstimmung mit "Nein" war nicht möglich. Der DSV hatte das später als "Farce" bezeichnet und war zusammen mit den Kollegen aus Österreich, Kroatien und der Schweiz vor den Internationalen Sportgerichtshof CAS gezogen.

Eliasch, milliardenschwerer Eigentümer des Ski-Herstellers Head, war mit 70 Ja-Stimmen für vier weitere Jahre in seinem Amt bestätigt worden - ein schwaches, aber auch nicht unerwartetes Ergebnis. Die von Eliasch zunächst geplante Wahl per Handzeichen hatten die Verbände noch abwenden können.