DSV-Bundestrainer: Brauche keine Medaille

Henning Lambertz sieht sich heftiger Kritik ausgesetzt

Bundestrainer Henning Lambertz hofft auf eine Medaille bei der Schwimm-WM in Budapest - aber nicht unbedingt, um seine eigene Position zu stärken.

"Eine Medaille täte uns allen gut nach etwas durstvollen Jahren. Es ist aber nicht so, dass ich sage: Ich brauche eine Medaille, um meine Kritiker zu überzeugen", sagte Lambertz am Mittwoch in Budapest.

Der Bundestrainer wurde wegen seines Maßnahmen-Pakets und den Ausbau des Krafttrainings nach Olympia zum Teil heftig kritisiert.

"Es kristallisieren sich zwei Parteien heraus", sagte Lambertz: "Die einen sind absolute Befürworter des Kraftkonzeptes, auch wenn sie das nicht ganz stur umsetzen. Und es gibt Leute, die das sehr kritisch sehen und vielleicht auch zu Recht sagen: Da müssen wir ein paar Erfahrungswerte abwarten."

Bei den ab Sonntag beginnenden Titelkämpfen in der Duna Aréna gehen Weltmeister Marco Koch sowie die beiden Weltjahresbesten Philip Heintz und Franziska Hentke mit Chancen auf Edelmetall an den Start. Die drei Vorschwimmer reisen erst am Samstag an, während die ersten sechs Schwimmer bereits in der WM-Stadt sind und hier optimale Bedingungen vorfinden.

"Das Hotel ist toll, die Schwimmanlage ist super, die Wege sind kurz, das Essen ist klasse", sagte Lambertz: "Jetzt müssen wir schauen, dass wir die 14 Leute, die in Heidelberg einen sehr guten Eindruck hinterlassen haben, gut ins Wettkampfgeschehen bekommen, dass wir einen guten ersten und zweiten Wettkampftag haben. Ich bin optimistisch, dass das klappt."