DSV-Biathleten enttäuschen bei Boe-Gala

Simon Schempp war noch der beste deutsche Starter

Die deutschen Biathleten haben beim Gala-Auftritt von Johannes Thingnes Boe zum Auftakt in den Olympia-Winter eine herbe Enttäuschung erlebt.

Massenstart-Weltmeister Simon Schempp war beim Weltcup im schwedischen Östersund über 20 km nach zwei Schießfehlern auf Rang 16 noch bester Starter des Deutschen Skiverbandes (DSV). Erik Lesser (3) folgte auf dem 17. Platz. Erstmals seit 2010 verpassten die DSV-Männer im ersten Einzelrennen des Winters damit eine Top-Ten-Platzierung.

"Wenn man auf die Tafel schaut, da sind Zwei, die halt vorne weglaufen. Zwei Fehler sind für den Einzel okay. Läuferisch ist noch Luft nach oben", sagte Schempp nach seinem durchwachsenen Start.

Zwei Franzosen auf dem Podest

Der Norweger Boe setzte dagegen gleich ein Ausrufezeichen und verwies bei seinem 14. Weltcup-Sieg nach einem fehlerfreien Rennen den Franzosen Quentin Fillon Maillet mit über zwei Minuten Vorsprung deutlich auf Platz zwei.

Dritter wurde bei eisigen Temperaturen um die minus fünf Grad Celsius und bei wechselnden Windverhältnissen Martin Fourcade, der Dominator der letzten Jahre.

"Ich wollte beim letzten Schießen zu viel. Es war nicht das, was ich erwartet hatte, aber es war ein ganz guter Start", sagte der erfolgsverwöhnte Franzose im ZDF.

Lesser, Olympia-Zweiter von Sotschi, vergab mit zwei Fehlern beim letzten Schießen eine wesentlich bessere Platzierung. Sprint-Weltmeister Benedikt Doll nach vier Schießfehlern und Arnd Peiffer (Clausthal-Zellerfeld/3) blieben weit hinter den Erwartungen.

Auch Johannes Kühn (5) und Philipp Nawrath (3), die ihren Startplatz über den zweitklassigen IBU-Cup erkämpft hatten, konnten sich nicht nachhaltig empfehlen.