Dropbox will bei Börsengang 648 Millionen Dollar einnehmen

Der Gründer und Chef von Dropbox, Drew Houston

Der Online-Datenspeicherdienst Dropbox will durch seinen Börsengang bis zu 748 Millionen Dollar (607 Millionen Euro) einnehmen. Das geht aus Unterlagen hervor, die das Unternehmen am Montag bei der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC einreichte. Beim Börsenstart sollen 36 Millionen Aktien zum Stückpreis von 16 bis 18 Dollar angeboten werden.

Parallel will Dropbox Aktien im Wert von 100 Millionen Dollar an die Risikokapitalsparte von Salesforce verkaufen. Salesforce ist ein ebenfalls auf die Datenspeicherung im Internet spezialisiertes US-Unternehmen.

Es wird sich folglich um einen der größten Börsengänge seit jenem von Snap, der Mutter des Messengerdienstes Snapchat, im März 2017 handeln. Dropbox hatte ursprünglich bereits im Februar an die Börse gehen wollen. Nun wird mit dem Börsenstart vor Ende März gerechnet, das konkrete Datum steht noch nicht fest.

Laut einer Kalkulation der US-Nachrichtenagentur Bloomberg wird durch die Transaktionen der Wert von Dropbox bei 7,1 Milliarden Dollar angesetzt. Das ist deutlich niedriger als der Wert von zehn Milliarden Dollar, auf den das Unternehmen bei einer früheren Operation zum Eintreiben von Kapital im Jahr 2014 veranschlagt worden war.

Die elf Jahre alte Firma aus San Francisco ermöglicht es ihren Nutzern, Fotos, Dokumente und andere Daten mit anderen Nutzern online zu teilen. Dropbox hat nach eigenen Angaben 500 Millionen Nutzer in 180 Ländern. Allerdings waren darunter zum Jahresende 2017 nur elf Millionen zahlende Kunden.

Der Umsatz lag nach Angaben des Unternehmens im vergangenen Jahr bei 1,11 Milliarden Dollar, allerdings wurde ein Verlust von 111,7 Millionen Dollar eingefahren. In seiner Firmengeschichte hat Dropbox bislang noch nie über das Geschäftsjahr hinweg einen Profit erzielt.