Droht ein Stallkrieg? Mercedes protestiert gegen Ferrari

SPORT1, Sportinformationsdienst

Bahnt sich da ein neuer Stallkrieg in der Formel 1 an? 

Wie F1-insider.com berichtet, hat Mercedes-Teamchef Toto Wolff "ein Schreiben an alle Nicht-Ferrari-Teams - bis auf Alfa Romeo und Haas, die von den Italienern mit Antrieben beliefert werden -, um gemeinsam gegen die private Abmachung vorzugehen, die der Automobilverband mit Ferrari getroffen hat".

Demnach wollen die Silberpfeile im Verbund mit anderen Teams Druck auf die FIA ausüben, Details des zunächst geheim gehaltenen "Kuhhandels" öffentlich zu machen.


"Überrascht und schockiert" vom FIA-Ergebnis

"Wir sind überrascht und schockiert von dem FIA-Statement", schrieben Mercedes und Co. zu dem von der FIA veröffentlichten Ergebnis der Untersuchung zur Power Unit der Scuderia.

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"Nach monatelangen Ermittlungen, die die FIA nur aufgrund von Fragen anderer Teams durchgeführt hat, lehnen wir es entschieden ab, dass die FIA eine vertrauliche Vereinbarung mit Ferrari zum Abschluss dieser Angelegenheit trifft", heißt es weiter in der gemeinsamen Mitteilung.

Die FIA hatte zuletzt erklärt, ihre Untersuchungen gegen Sebastian Vettels Ferrari-Team offiziell abgeschlossen zu haben - hält das Ergebnis seitdem aber weitgehend unter Verschluss.


FIA vereinbart Stillschweigen über Deal mit Ferrari

Die Funktionsweise des 2019 verdächtig starken Antriebs des Traditionsteams sei analysiert und anschließend "eine Einigung mit dem Team erzielt" worden. Über Details zu diesem Deal wurde allerdings Stillschweigen vereinbart.

Ein Vorgehen, das die Konkurrenz nicht nachvollziehen kann. "Eine internationale Sportregulierungsbehörde hat die Verantwortung, mit den höchsten Standards der Unternehmensführung, Integrität und Transparenz zu handeln", schrieben alle Rennställe 

Mercedes und Co. fordern eine "vollständige und ordnungsgemäße Offenlegung" der Untersuchungsergebnisse, "um sicherzustellen, dass unser Sport alle Konkurrenten fair und gleich behandelt."