Drohender Vulkanausbruch auf Bali: Agung, der Unberechenbare

Er pafft und pafft, aber er spuckt nicht. «Der

Agung kann jederzeit ausbrechen. Aber er kann auch noch Tage oder Wochen vor sich hin brodeln,» so der einheimische Vulkanforscher Gede Suantika, der auch für Indonesiens Regierung arbeitet. Auf der Ferieninsel Bali sind schon 144.000 Menschen rund um den mehr als 3.000 Meter hohen Vulkan evakuiert. Er gilt als besonders gefährlich – Gase toben unter einer Art Pfropfen – wenn der weggesprengt wird, gleicht das einer Explosion, die tagelang weitergehen kann. Dann rasen Wolken aus Gasen, Asche und Gesteinsbrocken mit hunderten Stundenkilometern die Flanken des Berges herunter.

Bali: Warum ein Ausbruch des  Vulkans Agung so gefährlich ist https://t.co/MymwFiupZZ GFZ_Potsdam #Bali #Vulkan #Wissenswert pic.twitter.com/919MpxnUzc— DW Wissenschaft (dw_wissenschaft) 27. September 2017

Manche warten trotzdem lieber ab, ob.

Mulya,Vulkan-Anrainer:

“Wenn wir in eine Notunterkunft gehen, habe ich Angst, dass das für meine Familie schwer wird und deshalb wollen wir nicht gehen, es ist besser, zu Hause zu bleiben. Zumindest fühle ich mich immer noch sicher. Sollte es einen Ausbruch geben, würde uns die Regierung informieren. “

TravelLeisure: Travel alert warns of possible volcanic eruption for Bali’s Mount Agung https://t.co/iMd07Rbf75 pic.twitter.com/SsWI4tYfD3— Ar Robin ✈ (@arrobin0077) 20. September 2017

Schon seit einer Woche gilt wegen der zunehmenden Aktivität des Berges in mehreren Kilometern Umkreis die höchste Alarmstufe. An den jüngsten Ausbruch des Gunung Agung, wie der Berg in der Landessprache heißt, können sich nur noch wenige erinnern. Im Frühjahr 1963 wurden dabei mehr als 1.100 Menschen getötet.

Soulgliding hat einen Footprint “Evakuierung am Mt. Agung !” veröffentlicht. https://t.co/bmng9qsfX9 #findpenguins pic.twitter.com/aHjZu1GckV— Stephan Gradel (@Soulgliding) 24. September 2017

Indonesien liegt auf dem Pazifischen Feuerring. In dem Gebiet treffen verschiedene Platten der Erdkruste aufeinander, es kommt oft zu Erdbeben und vulkanischen Eruptionen.

su mit dpa