Effenberg wirft in Uerdingen hin - Basler attackiert KFC-Boss

Reinhard Franke, Sportinformationsdienst

Der KFC Uerdingen und Stefan Effenberg gehen nach weniger als acht Monaten wieder getrennte Wege.

Wie der Drittligist am Dienstagabend mitteilte, verlässt der Manager Sport den KFC auf eigenen Wunsch und mit sofortiger Wirkung.

"Stefan Effenberg hat uns gegenüber erklärt, den Klub verlassen zu wollen. Diesem Wunsch haben wir entsprochen. Wir danken ihm für seinen Einsatz und sein Engagement und wünschen ihm für die Zukunft nur das Beste", wird Geschäftsführer Nikolas Weinhart in einer Vereinsmitteilung zitiert.

SPORT1-Experte Effenberg der am Sonntag im CHECK24 Doppelpass zu Gast ist, war erst im vergangenen Oktober als Manager Sport in Uerdingen vorgestellt worden, um Weinhart und Geldgeber Michail Ponomarew "in den sportlichen Entscheidungsprozessen zur Seite stehen". 

Effenberg bedankt sich bei Uerdingen

Auf SPORT1-Nachfrage wollte sich Ponomarew nicht weiter dazu äußern.

"Es war eine interessante und lehrreiche Zeit beim KFC Uerdingen. Wir haben gemeinsam einiges bewegt. Ich wünsche dem KFC weiterhin viel Glück und Erfolg", sagte Effenberg.

Konkrete Hintergründe zur Trennung wurden von beiden Seiten nicht genannt.

Effenbergs früherer Bayern-Mitspieler Mario Basler gibt KFC-Boss Ponomarew die Hauptschuld an der Trennung. "In den vergangenen zwei Jahren hat dieser Präsident etliche Trainer verbraucht", sagte der Ex-Nationalspieler bei SPORT1. 

"Hier sollte der DFB oder die DFL mal eingreifen"

Basler weiter: "Er schmeißt sie und die Mitarbeiter nach Lust und Laune raus. Hier sollte der DFB oder die DFL mal eingreifen. Das ist nicht normal, was der Ponomarev da macht und wie er mit Menschen umgeht."

Für Basler sollte die 3. Liga ohnehin nicht der Anspruch von Effenberg sein. "Ein Stefan Effenberg gehört für so ein Amt zudem auch nicht in die 3. Liga, sondern in die ersten beiden Ligen."

In der derzeit wegen der Corona-Pandemie unterbrochenen Drittliga-Saison belegt Uerdingen den elften Platz und liegt fünf Punkte hinter den Aufstiegsrängen.