Zwölftes Gold: Ledecky kürt sich zur erfolgreichsten WM-Schwimmerin der Geschichte

SID
Zwölftes Gold: Ledecky kürt sich zur erfolgreichsten WM-Schwimmerin der Geschichte

US-Schwimmstar Katie Ledecky hat sich im Alter von 20 Jahren zur erfolgreichsten Schwimmerin der WM-Geschichte gekürt. Die fünfmalige Olympiasiegerin sicherte sich durch ihren überlegenen Triumph in Budapest über 1500 m Freistil das zwölfte WM-Gold ihrer Karriere. Damit überflügelte die "weibliche Michael Phelps" Landsfrau Missy Franklin.
Freistil-Königin Ledecky hat in Budapest noch drei weitere gute Siegchancen: Über 200 m, wo sie das Halbfinale nur eine Stunde nach ihrem 1500-m-Erfolg gewann, 800 m und im 4x200-m-Staffelrennen. Im 1500-m-Finale war die Konkurrenz chancenlos, die zweitplatzierte Spanierin Mireia Belmonte schlug 19 Sekunden später an. Zum Auftakt der Titelkämpfe am Sonntag hatte Ledecky in der Duna Arena über 400 m Freistil und in der 4x100-m-Kraulstaffel triumphiert.
Weltrekorde schwammen am dritten Wettkampftag aber andere. Olympiasieger Adam Peaty verbesserte im Halbfinale über 50 m Brust in 25,95 Sekunden die Bestmarke, die er erst am Morgen im Vorlauf aufgestellt hatte, um 15 Hundertstel. Wenige Minuten später sorgte die Kanadierin Kylie Masse bei ihrem Finaltriumph über 100 m Rücken für den vierten Weltrekord der Titelkämpfe. Die Olympiadritte knackte in 58,10 Sekunden die acht Jahre alte Marke der Britin Gemma Spofforth aus der Anzug-Ära. Und im letzten Rennen stellte Olympiasiegerin Lilly King bei ihrem Triumph über 100 m Brust einen neuen Weltrekord (1:04,13) auf.
Auf Paul Biedermanns Weltrekordstrecke 200 m Freistil triumphierte derweil Chinas Schwimm-Riese Sun Yang. Der dreimalige Olympiasieger, der in der Vergangenheit des Dopings überführt wurde und seitdem in der Szene kritisch beäugt wird, gewann in 1:44,39 Minuten. Biedermanns Bestzeit von seinem WM-Triumph 2009 in Rom (1:42,00) blieb wie erwartet unangetastet.