Dressurreiten: Für Isabell Werth "gab es nie ein Entweder - oder"

Isabell Werth mit ihrer Oldenburger Stute "Weihegold"

Berlin.  Isabell Werth ist die Top-Favoritin beim CHIO Aachen am Wochenende und bei der EM Mitte August in Schweden. Von 21 Auftritten auf höchstem Niveau hat sie in diesem Jahr 19 gewonnen. Mit drei Pferden – Weihegold (1.), Emilio (6.) und Don Johnson (7.) – steht die sechsmalige Olympiasiegerin in den Top 10 der Weltrangliste. Im Gespräch mit der Morgenpost erzählt die 47-Jährige, was es bedeutet, Mutter und Spitzensportlerin zu sein.

Wie sieht ein Tag bei Isabell Werth aus?

Isabell Werth: Der beginnt morgens damit, Frühstück für die Familie und danach Frederik schulfertig zu machen. Um 7.30 Uhr muss er los. Ich gehe danach in den Stall und reite acht Pferde bis 14 Uhr. Danach kommen Büro, Termine, Frederik von der Schule holen. Der Tag endet mit dem gemeinsamen Abendbrot. Wenn ich Frederik ins Bett bringe, muss ich mich nicht sehr anstrengen, um gleich mit einzuschlafen. Ich falle geradezu ins Bett.

Wer kümmert sich denn um Ihren Sohn, wenn Sie unterwegs sind?

Mein Mann oder meine großartige Hilfe, die ihn nahezu jeden Tag zur Schule fährt. Sie steht uns immer zur Seite, auch wenn wir gemeinsam zum Turnier losfahren. Wenn ich aufs Pferd muss, ist jemand da, der sich um ihn kümmert. Das ist Teamwork.

Hatten Sie je das Gefühl, ein Kind könnte Ihrer sportlichen Karriere im Weg stehen?

Ich glaube, es ist ein Vorteil, wenn man älter Mutter wird, weil man sich in geregelten Verhältnissen befindet. Wäre ich zehn Jahre früher Mutter geworden, wäre das deutlich schwieriger in der Organisation ge...

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