Schwere Verletzung trübt Dynamos Sieg

Trainer Uwe Neuhaus (r., neben Sportchef Ralf Minge) ist der erfolgreichste Zweitliga-Coach bei Dynamo in der Klubgeschichte.

Dynamo Dresden hat dem MSV Duisburg das Comeback in der 2. Bundesliga nach einjähriger Abstinenz vermiest.

Getrübt wurde die Freude jedoch von einer schweren Knieverletzung von Stürmer Pascal Testroet. "Bei ihm ist so ziemlich alles kaputt im Knie - vom vorderen Kreuzband über Innenband und Meniskus, wahrscheinlich. Er ist in diesem Jahr gar nicht mehr einzuplanen", sagte Trainer Uwe Neuhaus.

Geschockter Neuhaus verzichtet auf Statement

Coach Neuhaus war sichtlich angeschlagen und verzichtete auf der Pressekonferent auf das übliche Statement zum Spiel und schickte beste Genesungswünsche zu Testroet. Der Angreifer musste bereits in der 25. Minute ausgewechselt und zur weiteren Untersuchung ins Krankenhaus gebracht werden.


Den Siegtreffer für Dresden erzielte der für Testroet eingewechselte Lucas Röser (88.). Der Duisburger Lukas Fröde sah zudem in der Nachspielzeit (90.+3) noch die Gelb-Rote Karte. (Tabelle und Ergebnisse der 2. Bundesliga)  

"Wir haben ein gutes Spiel abgeliefert, richtig gut mitgehalten. Leider hat es am Ende nicht gereicht", sagte MSV-Coach Ilia Gruev auf der Pressekonferenz.


Berko scheitert am starken MSV-Keeper

Vor 28.520 Zuschauern hatten die Gastgeber die erste gute Möglichkeit. Erich Berko scheiterte in der 16. Minute am starken MSV-Torwart Mark Flekken, der auch fünf Minuten später gegen Manuel Konrad auf dem Posten war.

In der 22. Minute hatte der MSV seine erste Gelegenheit durch Neuzugang Moritz Stoppelkamp.    

Auch nach der Pause suchte die Mannschaft von Trainer Gruev ihr Heil in der Offensive und stellte die Dynamo-Abwehr immer wieder vor Probleme.


Der vom Drittligisten Fortuna Köln an die Wedau gewechselte Brasilianer Oliveira Souza und Simon Brandstetter vergaben für den MSV noch große Chancen. Ein abgefälschter Schuss von Stoppelkamp landete zudem am Pfosten.    

Die Gastgeber mühten sich ihrerseits nach Kräften, fanden zunächst aber gegen die gut gestaffelte Defensive der Zebras kein Durchkommen. Röser nutzte dann eine Unachtsamkeit der Gäste zum Siegtreffer für Dresden.