Dreiste Masche des Herstellers? Edeka-Kunde kauft Bio- und bekommt Freilandeier

Es ist nicht immer drin, was draufsteht. Wer sich beim Eierkauf darauf verlässt, was auf der Verpackung steht, kann schnell enttäuscht werden. (Bild: AP Photo)

Wer für Bio-Ware zahlt, erwartet auch, dass er sie bekommt. Nun hat ein Edeka-Kunde einmal genauer hingesehen – und wurde enttäuscht. Im Bio-Karton steckten nämlich die falschen Eier.

Sebastian M. kaufte in einer Edeka-Filiale einen Karton Bio-Eier und bemerkte erst später, dass die Eier selbst lediglich als Freilandeier gekennzeichnet waren. Also fragte er auf der Facebook-Seite des Unternehmens nach, wie es dazu kommen konnte.

Edeka regierte sofort – doch die Antwort fiel für den Kunden unbefriedigend aus. Der Konzern könne sich nämlich selbst nicht erklären, wie die Freilandeier in den Bio-Karton gelangten und verwies auf den Hersteller.

Auf Nachfrage der „Huffington Post“ bei der Firma Biohennen AG erklärte eine Sprecherin des Unternehmens, dass auch dort keine Freilandeier mit Bio-Verpackung das Lager verlassen würden. Sie vermute hinter den falschen Eiern vielmehr die dreiste Masche einiger Kunden, die den Preis für Bio-Eier nicht zahlen wollen: „Wir hatten jetzt schon öfter den Fall, dass Kunden die Eier im Geschäft ausgetauscht haben.“ Dabei würden dann Bio-Eier in Kartons für Freiland-Eier landen.

Sie rät daher, dass Kunden vorsorglich immer einen Blick in den Karton werfen und so sichergehen sollten, dass auch drin ist, was draufsteht. Was dabei hilft: In Deutschland muss jedes Ei mit einem Code versehen werden. Die Zahl am Anfang des Codes weist dabei auf die Haltung hin: 0 steht für Bio-, 1 für Freiland-, 2 für Boden- und 3 für Käfighaltung. Auf der Website des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft können Verbraucher die Einteilung auch im Detail einsehen.