Dreist: AfD will Propaganda-Reise nach Syrien vom Steuerzahler bezahlen lassen

Lennart Pfahler
Die AfD-Fraktion im Bundestag.

Dreister Etikettenschwindel: Die Bundestagsfraktion der AfD hat versucht, die Reise mehrerer Abgeordneter in das Bürgerkriegsland Syrien vom Bundestag als Dienstreise einstufen zu lassen. Das berichtet der “Spiegel” am Samstag.

Zuvor hatte die Fraktion stets betont, bei der umstrittenen Reise in die vom syrischen Präsidenten Baschar al-Assad kontrollierten Gebiete Syriens handele es sich um eine Privatreise.

Das Se­kre­ta­ri­at des Aus­wär­ti­gen Aus­schus­ses lehnte die Einstufung ab – der Steuerzahler muss damit nicht für die entstandenen Kosten der peinlichen AfD-Propagandashow aufkommen.

Der Fall zeigt, wie unverschämt die angebliche “Anti-Establishment”-Partei mit öffentlichen Geldern Werbung für menschenfeindliche Regime machen will.

 Was hatten AfD-Abgeordnete in Syrien zu suchen?

Sieben AfD-Politiker hatten sich mit ihrer Reise im März nach eigenen Angaben über die Möglichkeiten für eine Rückkehr von syrischen Flüchtlingen in ihr vom Bürgerkrieg verwüstetes Heimatland informieren wollen.

► Unter den Reisenden: Die Bundestagsabgeordneten Frank Pasemann, Jürgen Pohl, Udo Hemmelgarn und Harald Weyel.

Die AfD-Delegation traf in Damaskus auch den syrischen Großmufti Ahmad Badr ad-Din Hassun. Der NRW-Abgeordnete Christian Blex twitterte ein Foto der Zusammenkunft.

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