Drei Tage Inzidenz über 100 - München zieht die Corona-Notbremse

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München

Da die Corona-Inzidenz in München den dritten Tag in Folge über 100 liegt, greift ab Sonntag die Notbremse. Damit würden die seit dem 8. März geltenden Lockerungen zurückgenommen, teilte die Stadt am Freitag mit.

Zwischen 22 und 5 Uhr gilt dann auch eine Ausgangssperre. Der Einzelhandel sowie Kosmetikstudios und Massagepraxen müssen den Angaben zufolge schließen, ebenso Zoos und Museen. Private Treffen sind ab Sonntag nur mit einer weiteren Person aus einem anderen Haushalt erlaubt.

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 "Es war absehbar, aber es ist bitter, dass wir jetzt ausgerechnet zu Ostern die 100er-Marke gerissen haben und damit ab Sonntag wieder verschärfte Maßnahmen greifen", erklärte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD).

Nächtliche Ausgangsbeschränkungen auch in Berlin und Hamburg

In Berlin und Hamburg traten bereits am Freitag zur Bekämpfung der Corona-Pandemie nächtliche Ausgangsbeschränkungen in Kraft. Diese gelten in beiden Städten zwischen 21.00 und 5.00 Uhr. Es wurden jeweils mehr Polizeikontrollen angekündigt.

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In Hamburg dürfen Bewohner die Wohnung bis zum 18. April in dem Zeitraum nicht mehr ohne triftigen Grund verlassen. Ausnahmen gelten beispielsweise für berufliche Tätigkeiten, Gassigehen mit dem Hund oder Sport im Freien, allerdings immer nur für eine Person. Bei Verstößen gegen die Ausgangsbeschränkung droht ein Bußgeld.

In Berlin dürfen sich Menschen in der Nacht nur noch alleine oder zu zweit im Freien aufhalten. Tagsüber bleibt es bei der bisherigen Regelung, wonach Zusammenkünfte im Freien und zu Hause nur mit maximal fünf Personen aus zwei Haushalten erlaubt sind. In beiden Fällen werden Kinder bis 14 Jahren nicht mitgezählt, können also zusätzlich dabei sein.

(Mit Material von dpa)

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