Drei Geheimtipps für den Autokauf – so überlisten Sie die Händler

Wenn Sie beim Autohändler ein Fahrzeug kaufen, ist für einen guten Deal mehr erforderlich als lediglich den Verkaufspreis zu verhandeln. „Das größte Geheimnis in der Autobranche sind Rabatte, die niemand kennt“, sagt Stephen Jo, der Gründer von Make & Model Inc. Sein Kauf- und Leasing-Dienst unterstützt Käufer dabei, richtig gute Preise auszuhandeln, indem Insider-Rabatte bewertet werden.

In der zweiten Hälfte seines Bekenner-Interviews erklärt Jo die verschiedenen Möglichkeiten, wie Autohändler Gewinne einfahren können und was Kunden tun können, um den besten Deal auszuhandeln.

Finden Sie heraus, was andere bezahlt haben

Das Mindeste, was Sie vor dem Gang zum Autohändler tun sollten, ist es, die gängigen Preise für Ihr Wunschauto zu recherchieren. Es ist so einfach wie nie zuvor, sowohl auf der Webseite des Autohändlers als auch auf jener des Herstellers nach Sonderangeboten oder Specials zu suchen, daher ist es nicht notwendig, die volle Anzahlung oder den vollen Verkaufspreis zu bezahlen.

Sobald Sie wissen, mit welcher Anzahlung Sie rechnen müssen, sollten Sie es nicht dabei belassen. Immerhin, so Jo, sollte man sich nicht von den anderen Produkten im Autohaus ablenken lassen. Jo rät, auf Webseiten wie Edmunds nachzusehen, was andere für die GAP-Deckung, erweiterte Garantien, Gebühren und Ähnliches bezahlt haben.

„Das wirklich Heikle sind die Nebenkosten. Das soll nicht heißen, dass diese Produkte nicht gut sind, aber man sollte einfach verhindern, abgezockt zu werden und stattdessen einen fairen Preis dafür bezahlen“, rät Jo.

Klären Sie die Finanzierung vorab

Wenn Sie nach Finanzierungsmöglichkeiten für ein Auto suchen, sollten Sie wissen, für welche Raten Sie sich qualifizieren. Es hilft, sich über den Kredit für Ihr Auto zu informieren, bevor sie zum Händler gehen: Holen Sie online einige Angebote ein und halten Sie diese Informationen in der Hinterhand. Bei den Vertragsverhandlungen kann ein guter Verkäufer die Finanzierungsraten für eine höhere Marge hochschrauben.

„Sie wollen vermeiden, dass der Autohändler Ihnen erzählt, sie würden sich für eine hohe Zinsrate qualifizieren, wenn Ihnen eigentlich eine niedrigere zustünde“, so Jo. Wenn Sie Ihre eigenen Vorabgenehmigungen haben, dann haben Sie die besseren Karten und der Händler kann versuchen, Ihnen ein Angebot zu machen, um sie zu schlagen.

Bezahlen Sie weniger als der Händler bezahlt hat

Egal, wie gut Sie recherchiert haben – es gibt einige Deals, von denen normale Kunden nichts wissen. Neben der unverbindlichen Preisempfehlung (UVP) des Herstellers wissen Sie vielleicht, wie viel der Händler für das Auto bezahlt hat. Doch es gibt noch andere Angebote, die unter dem UVP und dem Einkaufspreis des Händlers liegen, da der Hersteller dem Händler zusätzlich nach dem erfolgreichen Verkauf eines Auto einen bestimmten Betrag bezahlt.

Diese Regelung soll die Autohändler dazu motivieren, mehr zu verkaufen, während Kunden davon nicht unbedingt etwas haben. Jo empfiehlt, das Thema als Kunde nicht offen anzusprechen, um nicht feindselig zu wirken. „Behalten Sie stattdessen einfach im Hinterkopf, dass Sie weniger bezahlen können als den Einkaufspreis des Händlers“, sagt Jo.

Mit all diesem Wissen ausgestattet fragen Sie sich bestimmt noch, wie viel Geld Sie bei den Verhandlungen rausschlagen können? Falls Sie einen Preis aushandeln können, der sieben bis acht Prozent unter dem UVP liegt, sollten Sie unter dem Einkaufspreis des Händlers liegen.

„Sie wollen dem Dealer nicht den gesamten Profit wegnehmen, sie wollen einen guten Deal machen und der Dealer will Geld machen. Ich denke das ist ein faires Geschäft“, erklärt Jo.

Jeanie Ahn