Drei Blauhelme und ein malischer Soldat in Mali getötet

Drei Blauhelmsoldaten in Mali getötet

Bei einem Angriff im Nordosten Malis sind am Freitag drei UN-Soldaten und ein Soldat der malischen Streitkräfte getötet worden. Wie die UN-Mission in dem westafrikanischen Land (Minusma) mitteilte, waren die Soldaten in der Region Ménaka unterwegs, als sie angegriffen wurden. Mehrere weitere Soldaten seien verletzt worden; einige Angreifer seien bei dem Gefecht getötet worden.

Die Soldaten seien zum Schutz der Zivilbevölkerung und zur medizinischen Versorgung bedürftiger Menschen im Einsatz gewesen, erklärte Minusma-Chef Mahamat Saleh Annadif. Zur Nationalität der getöteten UN-Soldaten machte die Minusma keine Angaben. Erst am 26. Oktober waren drei UN-Soldaten aus dem Tschad im Norden Malis durch einen Sprengsatz getötet worden. Ein vierter verletzter Blauhelmsoldat erlag später seinen Verletzungen.

Die Minusma gilt als einer der gefährlichsten UN-Einsätze der Welt. Rund 12.500 Soldaten und Polizisten sind in dem westafrikanischen Land im Auftrag der UNO im Einsatz. Die Bundeswehr ist mit rund tausend Soldaten an Minusma beteiligt.

Mali war nach einem Militärputsch im März 2012 ins Chaos gestürzt. Die ehemalige Kolonialmacht Frankreich griff im Januar 2013 militärisch ein, um das Vorrücken der Islamisten und Rebellen vom Norden in den Süden des Landes zu stoppen und die geschwächten Regierungstruppen zu unterstützen. Später übergab das französische Militär die Verantwortung an die Minusma. Ganze Gebiete sind jedoch weiterhin nicht unter der Kontrolle des malischen und internationalen Militärs.