Dreharbeiten abgebrochen: ZDF-Journalistin wird auf Corona-Demo beschimpft

Bei Dreharbeiten auf der Berliner Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen werden ZDF-Journalistin Dunja Hayali und ihr Team beleidigt. Wegen Sicherheitsbedenken müssen sie die Dreharbeiten abbrechen.

Journalistin und ZDF-Moderatorin Dunja Hayali wurde auf der Berliner Corona-Demonstration beschimpft. (Bild: Getty Images)

ZDF-Journalistin Dunja Hayali ist am Samstagnachmittag in Berlin bei Dreharbeiten auf der Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen bei Interviews heftig beschimpft worden und musste wegen Sicherheitsbedenken die Arbeiten abbrechen.

Hayali wird bei Dreharbeiten von Demonstranten beleidigt

Hayali war mit einem Kamerateam und einem Tontechniker inmitten der Demonstranten unterwegs. In einem Video, das die TV-Moderatorin auf Instagram postete, ist deutlich zu sehen, wie Hayali und ihr Team von Demo-Teilnehmern mit "Lügenpresse" und "Schämt euch" angeschrien werden.

Wiederholt ist zu sehen, wie Hayali, die bei den Dreharbeiten eine schwarze Maske trug, versucht, mit einzelnen Teilnehmern über die Corona-Maßnahmen zu diskutieren. Immer wieder wurde die Journalistin in dem Gedränge geschubst, blieb dabei aber ruhig und gelassen und filmte die Umstehenden mit ihrer Handykamera.

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Im Clip ist auch zu hören, wie ein Mann, der von Hayali als Security-Mitarbeiter angesprochen wird, ihrem Team den Abbruch der Dreharbeiten empfiehlt. "Das sagt jetzt der Sicherheitsmann, wir sind ja nicht ohne Security hier: Abbruch des Drehs, zu gefährlich", ist von der Journalistin zu hören.

Am Ende des Videos berichtet Hayali von Beleidigungen und Bedrohungen ihr und ihrem Team gegenüber, ohne dabei jedoch konkrete Beispiele zu nennen.

Hayali: "Wir dürfen uns nicht einschüchtern lassen als Presse”

Ein Bild-Reporter, der ebenfalls vor Ort war, will gehört haben, wie Hayali von Pöblern als "Schlampe" und "Lügnerin" beschimpft wurde.

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Zum Abschluss zieht Dunja Hayali ein Resümee der Demonstration: "Es ist eine gefährliche Melange, die sich hier auf der Straße zusammenfindet" und ergänzt abschließend "Wir dürfen uns nicht einschüchtern lassen als Presse."

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