"Drecksack": Insider legt gegen McGregor nach

Sebastian Mittag
Conor McGregor tritt in seinem ersten Boxkampf gegen Floyd Mayweather an

Vor dem Mega-Fight zwischen Floyd Mayweather und Conor McGregor (27. August LIVE auf DAZN) hat McGregors ehemaliger Sparringspartner Paul Malignaggi nochmal gegen den UFC-Superstar nachgelegt.

Der frühere Box-Weltmeister hatte das Trainingscamp des Iren im Streit verlassen und danach bei Twitter über McGregor gelästert.

Jetzt erklärte Malignaggi seinen Abschied aus dem McGregor Lager in einem Interview genauer und ausführlicher.

"Es geht nur um Status. Er ist ein Drecksack. Es geht nur darum, wer ihm besser den Arsch küsst", schimpfte er bei The MMA Hour: "Es geht nur ums Ego und ich bin kein Schleimer wie die Leute um ihn herum."

Einblicke in McGregors Training

Die ganze Kampfsport-Welt fragt sich, wie McGregor sich in seinem ersten Boxkampf überhaupt schlagen wird – und dann noch gegen den bisher ungeschlagenen Ex-Weltmeister Mayweather.

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Insider Malignaggi kann seltene Einblicke in die Vorbereitung des 29-Jährigen auf den Kampf in der T-Mobile Arena in Las Vegas geben. (Alle Infos zum Fight)

"Ich durfte nicht einmal meinen eigenen Trainer mitbringen", berichtete er: "Alles war so geheim, ich musste mein Handy abgeben."

Der frühere Champion im Halbwelter- und Weltergewicht absolvierte zwei Sparringseinheiten mit McGregor.


Seine Bewertung: "Nach dem ersten Mal hat er sich verbessert, aber es ist alles noch neu für ihn, das heißt seine Verbesserungen sind ziemlich klein."

Und weiter: "Fünf Runden lang hat er es gut gemacht, aber ab der sechsten konnte man ihn besser erwischen. Ich habe die ganze Zeit Trash-Talk gemacht, habe ihm gesagt, dass er nicht mit mir mithalten kann. Er hat gar nicht mehr geredet, weil er Energie sparen wollte."

"Es gibt hier keine Pausen"

Malignaggi hatte hingeschmissen, weil von McGregors Lager nach den Trainings Fotos veröffentlicht worden waren, die den Eindruck erweckten, der MMA-Fighter habe die Sessions dominiert.

Auf einem Bild liegt Malignaggi sogar auf dem Ringboden. Es habe sich dabei aber nicht um einen Niederschlag gehandelt, beteuerte er: "Er hat mich in einer seiner schlechtesten Runden umgeschubst, weil er eine Pause brauchte. Ich habe ihm gesagt: 'Es gibt hier keine Pausen' und habe ihm Körpertreffer verpasst, dann hat er angefangen zu wimmern."


Der Ex-Sparringspartner gestand aber auch ein, dass McGregor in der Einheit nochmal zurück kam: "Nach zehn Runden war ich erschöpft, da wurde er stärker. Ich habe mir dann gedacht, er hat Charakter gezeigt, so zurück zu kommen. Aber wäre es auch so gewesen, wenn ich konstant weiter gemacht hätte? Das hätte ich gerne beim nächsten Mal herausgefunden."

Nach Malignaggis Abgang wird es jedoch zu keiner weiteren Sparringseinheit zwischen den beiden kommen.

In Mayweather hat McGregor ohnehin einen Gegner vor sich, den er weitaus ernster nehmen muss.