Draufzahlen für Oberklasse-Fernseher lohnt sich meist nicht

Einige Modelle schnitten bei dem Test der Stiftung Warentest sogar leicht besser als die teureren Oberklasse-Geräte ab. Foto: Wolfgang Kumm/dpa

Moderne TV-Geräte werden immer größer, flacher und vielseitiger. Das Angebot ist groß, aber auch unübersichtlich. Ein Vergleichs-Test der Stiftung Warentest bringt etwas Licht ins Dunkel und zeigt wieder einmal, dass teuer nicht gleich besser sein muss.

Berlin (dpa/tmn) - Bei Fernsehern von Markenherstellern lohnt es sich nicht, für ein Oberklasse-Modell draufzuzahlen. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest in einem Vergleich von zwei Dutzend großer (55 bis 58 Zoll) und mittelgroßer (49 bis 50 Zoll) TV-Geräte.

Getestet wurden Geräte der Hersteller LG, Panasonic, Philips, Samsung und Sony («test»-Ausgabe 12/17). Die Preise lagen zwischen 675 und 2860 Euro. Kein einziger von zehn Oberklasse-Fernsehern war im Test deutlich besser als ein günstigeres Modell gleicher Größe des gleichen Herstellers. In zwei Fällen war das billigere Modell sogar leicht besser: Für 600 beziehungsweise 150 Euro weniger gab es unterm Strich sogar 0,1 beziehungsweise 0,2 Notenpunkte mehr.

Insgesamt schnitten alle getesteten Geräte mit einem «Gut» ab. Dabei lag der beste Notenwert bei 1,7 und der schlechteste bei 2,5. Käufern raten die Warentester, nicht allzu sehr auf die technische Ausstattung zu schauen: Scheinobjektive, vom Hersteller aufgestellte Performance-Indizes oder reine Watt-Angaben würden nichts über die tatsächliche Bild- und Tonqualität aussagen.

Es komme darauf an, wie die Einzelteile als Gesamtsystem zusammenarbeiten. Interessenten sollten zudem kein Modell mit der neuen, noch recht teuren OLED-Technologie wählen, die derzeit kaum große Vorteile bringe. Hier lohne sich Abwarten.