Dramatischer Kurseinbruch nach Gewinnwarnung - was kommt bei Publity als nächstes?

Thomas Bergmann
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ProSiebenSat.1 und RTL: Das sieht nicht gut aus

Der Immobilienwert Publity steht zum Start der Handelswoche im Mittelpunkt des Anlegerinteresses. Nach einer Gewinnwarnung am Freitag verliert die Aktie zur Stunde rund 19 Prozent an Wert. Schon in den Vorwochen befand das Unternehmen auf dem absteigenden Ast, weil man an den Bedingungen eines Wandlers herumschrauben wollte.

2017er-Ergebnis unter Vorjahr

Wie Publity am Freitag verlauten ließ, wurde im Geschäftsjahr 2017 das Ergebnis des Vorjahres von 23,1 Millionen Euro nicht erreicht. Außerdem sei das Ziel, die Assets under Management auf 5,2 Milliarden Euro zu steigern, verfehlt worden.

Bereits zuvor gab es Verunsicherung beim Unternehmen wegen der Wandelanleihe mit der ISIN DE000A169GM5. Hier wollte Publity eine Negativverpflichtung streichen, doch es regte sich Widerstand auf Seiten der Gläubiger.

Fragen wirft ferner eine Immobilientransaktion aus dem Jahr 2017 auf. Publity hatte im Juli letzten Jahres den Kauf eines Bürogebäudes in Frankfurt gemeldet, doch dieses Gebäude wurde jetzt von einer anderen Gesellschaft verkauft. Offensichtlich kam die Transaktion doch nicht zustande, was die Frage erlaubt, warum dies nicht wie der Kauf publik gemacht wurde.

Große Verunsicherung

In "normalen" Zeiten machen sich Investoren darüber keine Gedanken, doch wenn der Aktienkurs eines Unternehmens seit Wochen nur den Weg nach unten kennt, wird alles und jeder in Frage gestellt. So ist auch immer wieder Kritik an Publity-Chef Thomas Olek zu vernehmen, der die Namen seiner internationalen Geldgeber nicht publizieren will. Das ist aber sein gutes Recht und per se nicht verwerflich.

Es bleibt zu hoffen, dass Publity am 20. Februar mit den vorläufigen Zahlen für 2017 Licht ins Dunkel bringt. Bis dahin sollte man die die weitere Entwicklung von der Seitenlinie aus beobachten.