Drahtzieher von verheerendem Bombenanschlag in Somalia zum Tode verurteilt

Todesurteil nach verheerendem Anschlag in Somalia

Dreieinhalb Monate nach dem schlimmsten Bombenanschlag in der Geschichte Somalias hat ein Militärgericht am Dienstag einen 23-Jährigen als Drahtzieher des Angriffs zum Tode verurteilt. Das Gericht in der Hauptstadt Mogadischu verhängte gegen den 23-jährigen Hassan Adan Isaq die Todesstrafe, die durch ein Erschießungskommando vollstreckt werden soll.

Nach Überzeugung der Richter befehligte er eine Zelle der islamistischen Shebab-Miliz, die am 14. Oktober in Mogadischu einen Lastwagen in die Luft gesprengt hatte. Bei dem Anschlag auf einer stark befahrenen Kreuzung waren mehr als 500 Menschen getötet und fast 300 weitere Menschen verletzt worden.

Wann das Todesurteil gegen den 23-Jährigen vollstreckt werden soll, ließ das Gericht offen. Ein weiterer Angeklagter wurde am Dienstag in Abwesenheit zu lebenslanger Haft verurteilt. Er soll den Lastwagen für den Anschlag besorgt haben.

Ein dritter Mann wurde zu einer dreijährigen Haftstrafe verurteilt. Er habe den Lastwagen ungehindert durch eine Straßensperre fahren lassen, urteilte das Gericht. Zwei weitere Angeklagte wurden hingegen freigesprochen.

Die mit Al-Kaida verbündete Shebab-Miliz hatte sich zwar nicht zu dem Attentat bekannt. Die somalische Regierung machte die Gruppe dennoch für den Anschlag verantwortlich, da dieser die typische Handschrift der Dschihadisten trage. Die Shebab-Miliz kämpft in dem Land am Horn von Afrika seit Jahren gewaltsam für die Errichtung eines islamischen Gottesstaats.