DR Kongo: Mindestens 7 Tote bei Anti-Kabila-Protesten

Bei Protesten gegen Präsident Joseph Kabila sind in der Demokratischen Republik Kongo mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen. Die Demonstranten fordern den Rückzug Kabilas, dessen Amtszeit eigentlich im Dezember 2016 endete. Neuwahlen finden aber erst Ende des neuen Jahres statt.

„Wir sagen uns, dass wir in einem demokratischen Land leben, doch das ist keine Demokratie. Wir waren in der Kirche, während der Predigt wurde Tränengas versprüht. So etwas passiert sonst nirgendwo“, so eine Kabila-Gegnerin.

Ein anderer Demonstrant nimmt auch die Europäische Union in die Pflicht:

„Derjenige, der uns Präsident Kabila beschert hat, ist Louis Michel, der ehemalige EU-Kommissar für Entwicklung und Humanitäre Hilfe. Er hat der internationalen Gemeinschaft versichert, Kabila sei ein guter Mann. Louis Michel soll jetzt herkommen und Kabila mitnehmen, denn seine Amtszeit ist beendet."

In seiner Neujahrsansprache forderte Kabila seine Gegner auf , demokratische Vorgänge nicht zu unterbrechen und das Land nicht in unsichere Zeiten zu stürzen.