dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 31.05.2022 - 17.00 Uhr

ROUNDUP/Eurozone: Inflationsrate steigt auf Rekordwert von 8,1 Prozent

LUXEMBURG - In der Eurozone ist die Inflationsrate erneut auf einen Rekordstand gestiegen. Im Mai stiegen die Verbraucherpreise im Jahresvergleich um 8,1 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat am Dienstag in Luxemburg nach einer ersten Schätzung mitteilte. Im Vormonat hatte die Rate noch bei 7,4 Prozent gelegen. Volkswirte hatten im Schnitt nur mit einem Anstieg auf 7,8 Prozent gerechnet.

ROUNDUP 4: EU schmiedet Kompromiss zu Öl-Boykott gegen Russland - und Gas?

BRÜSSEL - Die EU-Staaten haben sich nach wochenlangen Diskussionen auf einen weitgehenden Boykott von Öllieferungen aus Russland verständigt. Die Einigung bei einem Gipfel in Brüssel offenbart allerdings, dass es der EU nach drei Monaten zunehmend schwer fällt, mit einer Stimme auf den russischen Krieg gegen die Ukraine zu reagieren. Zwar bemühten sich die Staats- und Regierungschefs der 27 Staaten weiter um Geschlossenheit. Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban konnte aber nur durch erhebliche Zugeständnisse dazu gebracht werden, den Embargo-Plänen zuzustimmen.

USA: Verbrauchervertrauen trübt sich weniger als erwartet ein

WASHINGTON - Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im Mai weniger als erwartet eingetrübt. Das Verbrauchervertrauen fiel zum Vormonat um 2,2 Punkte auf 106,4 Zähler, wie das Marktforschungsinstitut Conference Board am Dienstag in Washington mitteilte. Analysten hatten im Schnitt einen deutlicheren Rückgang auf 103,6 Punkte erwartet. Es trübten sich sowohl die Beurteilung der aktuellen Lage als auch die Erwartungen ein.

USA: Anstieg der Häuserpreise schwächt sich etwas ab - FHFA

NEW YORK - In den USA sind die Hauspreise im März etwas weniger stark gestiegen. Im Vergleich zum Vormonat zogen die Preise um 1,5 Prozent an, wie die Federal Housing Finance Agency (FHFA) am Dienstag in New York mitteilte. Volkswirte hatten im Durchschnitt mit einem Plus von 2,0 Prozent gerechnet. Im Vormonat waren sie noch um abwärts revidierte 1,9 Prozent gestiegen.

USA: Hauspreise steigen in Rekordtempo - Case-Shiller-Index

NEW YORK - Am US-Immobilienmarkt setzt sich der Preisanstieg trotz anziehender Finanzierungskosten fort. In den 20 großen Metropolregionen der Vereinigten Staaten stiegen die Häuserpreise im März gegenüber dem Vorjahresmonat um rund 21,2 Prozent, wie aus dem am Dienstag in New York veröffentlichten S&P/Case-Shiller-Index hervorgeht. Es ist der stärkste Zuwachs seit Erhebungsbeginn vor etwa 35 Jahren. Analysten hatten im Schnitt mit einem Anstieg um 20 Prozent gerechnet.

BayernLB: Stagflation ist da - steigende Preise bei geringem Wachstum

MÜNCHEN - Die BayernLB sieht die Wirtschaft im Euroraum einer von Ökonomen und Politikern gleichermaßen gefürchteten Phase der Stagflation angekommen - steigende Preise bei stagnierender Wirtschaftsleistung. Die Inflationsraten seien hoch, aber die Wirtschaft wachse nicht mehr, sagte BayernLB-Chefvolkswirt Jürgen Michels am Dienstag in München. Das letzte spürbare Wachstum habe es im dritten Quartal 2021 gegeben. "Seitdem wabern wir um die Nullmarke rum, das wird sich wahrscheinlich auch noch einen Großteil dieses Jahres fortsetzen."

ROUNDUP 2: Arbeitslosenquote rutscht im Mai unter die Fünf-Prozent-Marke

NÜRNBERG - Der Konjunkturmotor stottert, der Krieg in der Ukraine-Krise schürt Ängste, auch in der Wirtschaft, die hohe Inflation tut ihr Übriges - aber der Arbeitsmarkt in Deutschland bleibt zumindest vorerst stabil. Die Arbeitslosigkeit in Deutschland ist auch im Mai weiter gesunken. 2,260 Millionen Menschen waren zuletzt ohne Job. Das sind 50 000 weniger als im April und 428 000 weniger als vor einem Jahr, wie die Bundesagentur für Arbeit am Dienstag mitteilte. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Punkte und liegt erstmals seit Dezember 2019 mit 4,9 Prozent wieder unter der Fünf-Prozent-Marke. Die Bundesagentur zog für ihre Mai-Statistik Datenmaterial heran, das bis zum 12. Mai eingegangen war.

Inflation in Polen im Mai bei 13,9 Prozent

WARSCHAU - In Polen hat sich der Preisauftrieb im Mai weiter beschleunigt. Nach einer ersten Schätzung stiegen die Verbraucherpreise im Vergleich zum Vormonat um 1,7 Prozent und zum Vorjahresmonat um 13,9 Prozent, wie die zentrale Statistikbehörde am Dienstag in Warschau mitteilte. Dies ist der höchste Wert seit 24 Jahren.

Italien: Inflation steigt wieder deutlich

ROM - Die bereits hohe Teuerung in Italien hat wieder stark angezogen. Die nach europäischer Methode berechneten Verbraucherpreise (HVPI) stiegen im Mai gegenüber dem Vorjahresmonat um 7,3 Prozent, wie das Statistikamt Istat am Dienstag in Rom mitteilte. Dies ist der höchste Wert seit der Einführung des Euro als Buchgeld im Jahr 1999.

Italiens Wirtschaft wächst überraschend

ROM - Die Wirtschaft in Italien ist zu Jahresbeginn überraschend gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag im ersten Quartal 0,1 Prozent höher als im Vorquartal, wie das Statistikamt Istat nach einer zweiten Schätzung am Dienstag in Rom mitteilte. Analysten hatten dagegen im Schnitt eine Bestätigung der ersten Erhebung erwartet, die eine Schrumpfung um 0,2 Prozent ergeben hatte.

ROUNDUP/Deutschland: Arbeitslosigkeit im Mai noch einmal gesunken

NÜRNBERG - Die Arbeitslosigkeit in Deutschland ist weiter gesunken. Im Mai waren 2,260 Millionen Menschen ohne Job. Das sind 50 000 weniger als im April und 428 000 weniger als vor einem Jahr, wie die Bundesagentur für Arbeit am Dienstag mitteilte. Die Arbeitslosenquote sank um 0,1 Punkte auf 4,9 Prozent. Die Bundesagentur zog für ihre Mai-Statistik Datenmaterial heran, das bis zum 12. Mai eingegangen war.

Frankreich: Inflation steigt zum vierten Mal in Folge

PARIS - Die Inflation in Frankreich steigt weiter. Im Mai zogen die nach europäischer Methode berechneten Verbraucherpreise (HVPI) auf Jahressicht wie von Analysten erwartet um 5,8 Prozent an, wie das Statistikamt Insee am Dienstag in Paris mitteilte. Dies ist der höchste Wert seit der Einführung des Euro als Buchwährung im Jahr 1999.

Schweizer Wirtschaft im Startquartal moderat gewachsen

BERN - Die Schweizer Wirtschaft ist im Startquartal moderat gewachsen. Die Erholung vom Corona-Einbruch setzte sich damit fort, die Entwicklung bei Branchen war allerdings uneinheitlich.

ROUNDUP: Stimmung in Chinas Wirtschaft leicht verbessert

PEKING - Die Stimmung in den Chefetagen chinesischer Unternehmen verbessert sich, ist aber noch nicht ausreichend positiv. Wie das nationale Statistikamt am Dienstag in Peking berichtete, stieg der Einkaufsmanagerindex (PMI) für das herstellende Gewerbe im Mai von 47,4 im Vormonat auf 49,6 Punkte. Der Anstieg fiel damit etwas stärker aus, als von Bloomberg befragte Experten es erwartet hatten.

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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