dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 30.03.2021 - 17.00 Uhr

·Lesedauer: 7 Min.

Suezkanal wieder frei - Hafen von Rotterdam erwartet Schiff-Stau

ROTTERDAM - Nach der Auflösung der Blockade im Suezkanal erwartet der Rotterdamer Hafen einen Stau von Containerschiffen. Die Kapazität von Europas größtem Hafen werde unter Druck kommen, sagte der Sprecher des Hafens, Leon Willems, am Dienstag in Rotterdam. Man könne die Infrastruktur nicht beliebig erweitern. "Wir müssen mit dem auskommen, was wir haben an Kais, Kränen und Terminals."

ROUNDUP/Nach Suezstau: Häfen in Europa bereiten sich auf großen Andrang vor

KAIRO/BERLIN - Nach der Auflösung der Blockade im Suezkanal rechnen europäische Hafen mit einen großen Andrang von Containerschiffen. Die Kapazität von Europas größtem Hafen in Rotterdam werde unter Druck kommen, sagte ein Sprecher am Dienstag in Rotterdam. Man könne die Infrastruktur nicht beliebig erweitern. "Wir müssen mit dem auskommen, was wir haben an Kais, Kränen und Terminals."

ROUNDUP/WHO: alle Thesen zum Virus-Ursprung werden verfolgt - USA skeptisch

GENF - Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) will sämtliche Thesen zum Ursprung des Coronavirus weiter verfolgen. Das erklärte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Dienstag in Genf. Er äußerte sich nach der Publikation des Abschlussberichts der ersten umfassenden Untersuchung Anfang des Jahres in China.

Astrazeneca: Merkel und Spahn beraten mit Länderchefs

BERLIN - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) beraten noch an diesem Dienstag kurzfristig mit den Ministerpräsidenten der Länder über das weitere Vorgehen im Zusammenhang mit dem Corona-Impfstoff von Astrazeneca <GB0009895292>. Das Bundespresseamt kündigte am Nachmittag für den Abend eine Pressekonferenz an - im Anschluss an ein "Informationsgespräch mit den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder zur weiteren Verwendung des Impfstoffs von Astrazeneca".

USA: Verbraucherstimmung hellt sich deutlich auf

WASHINGTON - Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im März deutlich aufgehellt. Das Verbrauchervertrauen stieg von 90,4 Punkten im Vormonat auf 109,7 Zähler, wie das Marktforschungsinstitut Conference Board am Dienstag in Washington mitteilte. Analysten hatten mit einem deutlich schwächeren Anstieg auf im Schnitt 96,7 Punkte gerechnet.

ROUNDUP/Entwurf: Empfehlung für Astrazeneca nur noch für über 60-Jährige

BERLIN - Für den Corona-Impfstoff von Astrazeneca <GB0009895292> deutet sich eine geänderte Altersempfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) an. Das Präparat soll voraussichtlich nur noch für Menschen über 60 Jahre empfohlen werden. Das geht aus einem Beschlussentwurf der Stiko hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Auch die "Augsburger Allgemeine" berichtete darüber.

ROUNDUP: Preisauftrieb beschleunigt sich - Inflation bei 1,7 Prozent

WIESBADEN - Gestiegene Energiepreise haben die Inflation in Deutschland im März weiter angeschoben. Die Jahresteuerungsrate lag bei 1,7 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag anhand vorläufiger Daten mitteilte. Das war der höchste Stand seit Februar 2020 - dem letzten Monat vor Ausbruch der Corona-Pandemie - mit damals ebenfalls 1,7 Prozent.

Paypal lässt US-Kunden mit Bitcoin und Co bezahlen

SANTA CLARA - Paypal gibt seinen US-Kunden die Möglichkeit, für Zahlungen Digitalwährungen wie Bitcoin einzusetzen. Voraussetzung ist ein entsprechendes Guthaben bei dem Bezahldienst, wie Paypal am Dienstag erläuterte. Für die Abwicklung werden die Kryptowährungen in US-Dollar konvertiert, hieß es weiter. Akzeptiert werden neben Bitcoin unter anderem auch Litecoin und Ethereum. Amerikanische Paypal-Kunden können seit vergangenem Herbst bereits Digitalwährungen über den Dienst kaufen und verkaufen.

USA: Häuserpreise steigen etwas schwächer als erwartet - FHFA

NEW YORK - In den USA setzt sich der Aufwärtstrend der Häuserpreise fort. Der FHFA-Hauspreisindex ist im Januar im Vergleich zum Vormonat um 1,0 Prozent gestiegen, wie die Federal Housing Finance Agency (FHFA) am Dienstag in New York mitteilte. Analysten hatten im Schnitt allerdings einen etwas stärkeren Zuwachs um 1,2 Prozent erwartet. Im Jahresvergleich stiegen die Preise um 12,0 Prozent.

USA: Imobilienpreise ziehen weiter an - Case-Shiller-Index

NEW YORK - In den USA hat sich der Anstieg der Hauspreise zu Jahresbeginn weiter beschleunigt. In den 20 großen Metropolregionen des Landes stiegen die Preise im Januar zum Vorjahresmonat um 11,1 Prozent, wie aus dem am Dienstag in New York veröffentlichten S&P/Case-Shiller-Index hervorgeht. Im Vormonat hatte die Rate noch deutlich niedriger bei 10,2 Prozent gelegen. Analysten hatten mit einem Anstieg um 11,2 Prozent gerechnet. Im Monatsvergleich stiegen die Hauspreise im Januar um 1,2 Prozent.

ROUNDUP 2: Schiffsverkehr im Suezkanal wieder angelaufen

KAIRO - Nach tagelanger Blockade durch einen quergestellten Riesenfrachter gibt es im Suezkanal wieder Schiffsbewegung. Bis Dienstagvormittag verließen bereits erste Schiffe den Kanal, Dutzende durchquerten ihn, wie der Schifffahrtsdienstleister Leth Agencies und das Seefahrt- und Logistikunternehmen GAC mitteilten. Um die 300 Schiffe warteten demnach noch auf Weiterfahrt.

ROUNDUP/Einigung bei Metall und Elektro: Sonderzahlungen und Corona-Prämie

DÜSSELDORF - In der Metall- und Elektroindustrie haben Arbeitgeber und IG Metall einen Tarifvertrag vereinbart, der Arbeitszeitverkürzungen gegen einen teilweisen Lohnausgleich möglich macht. Die am Dienstagmorgen in Nordrhein-Westfalen gefundene Vereinbarung sieht neben einer Corona-Prämie von 500 Euro in diesem Jahr dauerhafte Sonderzahlungen ab 2022 vor, die in Betrieben mit Beschäftigungsproblemen für einen finanziellen Ausgleich bei einer Senkung der Arbeitszeit verwendet werden können.

Zahl der Corona-Neuinfektionen in den USA steigt

BALTIMORE - In den USA steigt die Anzahl der Corona-Neuinfektionen. Am Montag wurden binnen eines Tages 68 648 neue Fälle registriert, wie aus Daten der Johns-Hopkins Universität (JHU) vom Dienstagmorgen (MESZ) hervorging. Das waren rund 17 000 mehr als vor einer Woche mit 51 567. Die Anzahl der Toten im Zusammenhang mit einer Infektion lag bei 668. Am vergangenen Montag waren es den Angaben nach 586 gewesen.

Eurozone: Wirtschaftsstimmung hellt sich kräftig auf

BRÜSSEL - Die Wirtschaftsstimmung in der Eurozone hat sich im März deutlich aufgehellt. Der Economic Sentiment Indicator (ESI) stieg zum Vormonat um 7,6 Punkte auf 101,0 Zähler, wie die Europäische Kommission am Dienstag in Brüssel mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einem wesentlich schwächeren Zuwachs auf lediglich 96,0 Punkte gerechnet. In der Europäischen Union fiel die Entwicklung ähnlich aus.

ROUNDUP: China verschärft Wahlgesetz in Hongkong

PEKING/HONGKONG - Weiterer Schlag gegen die Demokratiebewegung in Hongkong: China hat eine umstrittene Wahlrechtsreform für seine Sonderverwaltungsregion offiziell verabschiedet. Die 167 Abgeordneten des Ständigen Ausschusses des Volkskongresses beschlossen am Dienstag einstimmig die Änderungen, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Danach unterzeichnete Präsident Xi Jinping Erlasse zur Anpassung der Hongkonger Verfassung.

ROUNDUP: Inzidenz in Deutschland steigt auf 135,2

BERLIN - Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ist auf 135,2 gestiegen. Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) von Dienstagmorgen hervor. Am Vortag hatte das RKI 134,4 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche gemeldet. Ähnlich hoch waren die Werte zuletzt Mitte Januar.

Spanien: Inflation legt stark zu

MADRID - In Spanien ist die Inflation stark gestiegen. Die nach europäischer Methode erhobenen Verbraucherpreise (HVPI) legten im März im Jahresvergleich um 1,2 Prozent zu, wie das Statistikamt INE am Dienstag in Madrid nach einer ersten Schätzung mitteilte. Im Januar hatte die Inflationsrate noch knapp im negativen Bereich gelegen. Analysten hatten zwar mit einem deutlichen Anstieg der spanischen Inflation gerechnet. Sie waren aber im Schnitt von einer etwas niedrigeren Teuerungsrate von 0,9 Prozent ausgegangen.

Ifo-Institut: Arbeitsmarkt erholt sich trotz Lockdowns

MÜNCHEN - Viele Unternehmen in Deutschland wollen trotz des Lockdowns neue Mitarbeiter einstellen. Vor allem die starke Industriekonjunktur motiviere Firmen zu ersten Neueinstellungen, vor allem in der Elektroindustrie, teilte das Münchner Ifo-Institut am Dienstag mit. Das monatliche Ifo-Beschäftigungsbarometer ist auf 97,6 Punkte gestiegen, den höchsten Stand seit Februar 2020. Das Beschäftigungsbarometer beruht auf einer monatlichen Umfrage unter 9000 Unternehmen. Demnach will auch die Dienstleistungsbranche Personal einstellen, getrieben von Logistikunternehmen und IT-Firmen. Der Einzelhandel jedoch baut laut Ifo weiter Mitarbeiter ab.

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