dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 29.11.2019 - 17.00 Uhr

Eurozone: Inflation beschleunigt sich

LUXEMBURG - Die Inflation in der Eurozone hat sich im November beschleunigt. Wie das Statistikamt Eurostat am Freitag in Luxemburg mitteilte, lagen die Verbraucherpreise 1,0 Prozent höher als vor einem Jahr. Im Oktober hatte der Anstieg noch 0,7 Prozent betragen. Analysten hatten im Schnitt nur mit einer Rate von 0,9 Prozent gerechnet. Im Monatsvergleich ging das Preisniveau jedoch um 0,3 Prozent zurück.

Eurozone: Arbeitslosigkeit auf niedrigstem Stand seit elf Jahren

LUXEMBURG - Die Arbeitslosigkeit im Euroraum geht weiter zurück. Wie das Statistikamt Eurostat am Freitag in Luxemburg mitteilte, betrug die Arbeitslosenquote im Oktober in den 19 Euroländern 7,5 Prozent. Das ist der niedrigste Stand seit Juli 2008, also seit gut elf Jahren. Im Vormonat hatte die Quote revidiert 7,6 Prozent betragen. In den 28 Ländern der Europäischen Union betrug die Quote im Oktober unverändert 6,3 Prozent. Das ist der tiefste Stand seit Beginn der monatlichen Aufzeichnungen im Jahr 2000.

Deutschland: Arbeitslosigkeit sinkt auf Rekordtief seit Wiedervereinigung

NÜRNBERG - Der Arbeitsmarkt in Deutschland trotzt der Konjunkturflaute: Mit 2,180 Millionen Menschen lag die Zahl der Arbeitslosen im November so niedrig wie noch nie seit der Wiedervereinigung. Im November waren 24 000 Menschen weniger arbeitslos als im Oktober und 6000 weniger als vor einem Jahr, wie die Bundesagentur für Arbeit am Freitag in Nürnberg mitteilte. Die Arbeitslosenquote blieb bei 4,8 Prozent.

Deutscher Einzelhandel setzt wesentlich weniger um

WIESBADEN - Der deutsche Einzelhandel hat im Oktober deutlich geringere Umsätze erzielt. Wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte, lagen die Erlöse real (preisbereinigt) 1,9 Prozent unter dem Niveau des Vormonats. Das ist der stärkste Rückgang seit Dezember 2018. Analysten hatten im Mittel einen Anstieg um 0,2 Prozent erwartet.

Italiens Wirtschaft wächst weiter schwach

ROM - Die italienische Wirtschaft hat ihr Wachstumstempo im Sommer nicht steigern können. Wie das Statistikamt Istat am Freitag in Rom mitteilte, wuchs die Gesamtwirtschaft im dritten Quartal um 0,1 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Gegenüber dem Vorjahresquartal betrug das Wachstum 0,3 Prozent. Vorläufige Daten wurden damit bestätigt.

Italien: Inflationsrate legt etwas zu

ROM - In Italien hat sich die Inflation ausgehend von einem niedrigen Niveau etwas verstärkt. Der nach europäischer Methode berechnete Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) stieg im November um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie die italienische Statistikbehörde Istat am Freitag in Rom laut einer ersten Schätzung mitteilte. Im Oktober hatte die Inflationsrate 0,2 Prozent betragen.

Frankreich: Inflation zieht etwas an

PARIS - In Frankreich sind die Verbraucherpreise im November wieder etwas stärker gestiegen. Nach Angaben des Statistikamts Insee vom Freitag lagen die nach europäischer Methode (HVPI) berechneten Lebenshaltungskosten 1,2 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Im Oktober hatte die Rate noch 0,9 Prozent betragen. Analysten hatten im Mittel einen Zuwachs um 1,1 Prozent erwartet.

Frankreichs Wirtschaft hält Wachstumstempo

PARIS - Die französische Wirtschaft hat ihr solides Wachstum im dritten Quartal fortgesetzt. Wie das Statistikamt Insee am Freitag in Paris bekanntgab, lag die Wirtschaftsleistung (BIP) 0,3 Prozent höher als im zweiten Quartal. Die Statistiker bestätigten damit vorläufige Zahlen. Gegenüber dem Vorjahresquartal wuchs die zweitgrößte Volkswirtschaft der Eurozone um 1,4 Prozent. Das ist etwas mehr als bisher bekannt.

Metallindustrie treibt Tarifverdienste im Sommer

WIESBADEN - Der hohe Abschluss in der Metall- und Elektroindustrie hat die Tarifverdienste der deutschen Arbeitnehmer in die Höhe getrieben. Im dritten Quartal dieses Jahres lagen sie einschließlich Sonderzahlungen 4,2 Prozent höher als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Eine solche Steigerung binnen Jahresfrist hat es seit Beginn der Auswertung im Jahr 2010 noch nie gegeben.

ROUNDUP: Bundestag beschließt Rekordhaushalt - 362 Milliarden Euro Ausgaben

BERLIN - Mehr Geld für Kitas, günstigere Bahntickets sowie höhere Ausgaben für Klimaschutz und Verteidigung - der Bundestag stimmt am Freitag abschließend über den Haushalt für das kommende Jahr ab. Die große Koalition will damit auch mehr Geld für Soziales, Schienenstrecken und digitale Schulen ausgeben. Der Haushalt sieht Rekordausgaben von 362 Milliarden Euro vor und damit 5,6 Milliarden mehr als in diesem Jahr.

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