dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 29.12.2020 - 17.00 Uhr

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ROUNDUP 3: US-Repräsentantenhaus überstimmt Trump Veto mithilfe der Republikaner

WASHINGTON - Mithilfe republikanischer Abgeordneter hat das von den Demokraten dominierte US-Repräsentantenhaus das Veto des amtierenden Präsidenten Donald Trump gegen den Verteidigungshaushalt überstimmt. 109 von Trumps Republikanern stellten sich bei dem Votum in der Kongresskammer am Montag (Ortszeit) gegen den Präsidenten, so dass die dafür nötige Zweidrittelmehrheit zustande kam.

Kreise: EU bereit für Start des Brexit-Handelspakts am 1. Januar

BRÜSSEL - Die 27 EU-Staaten haben dem Start des Brexit-Handelspakts mit Großbritannien zum 1. Januar offiziell zugestimmt. Dies bestätigten EU-Kreise am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Das Abkommen wird nach Angaben der EU-Kommission am Mittwoch unterzeichnet.

USA: Häuserpreis steigen weiter mit hohem Tempo - Case-Shiller-Index

NEW YORK - In den USA sind die Preise für Häuser in der Corona-Krise weiter kräftig gestiegen. Im Oktober gab es den stärksten Zuwachs seit mehr als fünf Jahren. In den 20 großen Metropolregionen des Landes seien die Preise im Jahresvergleich um 7,95 Prozent gestiegen, wie aus dem am Dienstag in New York veröffentlichten S&P/Case-Shiller-Index hervorgeht. Einen stärkeren Anstieg gab es zuletzt Mitte 2014. Analysten hatten im Schnitt nur einen Zuwachs um 6,95 Prozent erwartet.

Türkei und Großbritannien unterschreiben Handelsabkommen

ISTANBUL/LONDON - Die Türkei und Großbritannien haben ein Freihandelsabkommen vereinbart. Die beiden Länder wollen so die Kontinuität ihrer wirtschaftlichen Beziehungen nach dem Ausscheiden Großbritanniens aus dem EU-Binnenmarkt sicherstellen. Die türkische Handelsministerin Ruhsar Pekcan unterzeichnete das Abkommen am Dienstag bei einem Videogespräch mit ihrer britischen Kollegin Liz Truss.

ROUNDUP: EU sieht Chance auf raschen Abschluss des Investitionspakts mit China

BRÜSSEL/PEKING - Das bahnbrechende Investitionsabkommen der Europäischen Union mit China steht nach Angaben aus EU-Kreisen kurz vor dem Abschluss. China sprach am Dienstag offiziell von "großen Fortschritten". Die Verhandlungen auf Expertenebene seien beendet, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur in Brüssel. Ein Spitzengespräch am Mittwoch könnte die politische Grundsatzeinigung bringen. Für Bundeskanzlerin Angela Merkel wäre es ein wichtiger Erfolg kurz vor Ende der deutschen EU-Ratspräsidentschaft.

Außenhandel rechnet mit Exportrückgang von mehr als zwölf Prozent

BERLIN - Der deutsche Außenhandel wird aus Sicht des Branchenverbands BGA in diesem Jahr aufgrund der Corona-Krise um mindestens zwölf Prozent schrumpfen. "Das bedeutet ein Volumen von rund 160 Milliarden Euro beim Export, das wir in diesem Jahr schmerzlich vermissen", sagte der Präsident des Bundesverbands Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA), Anton Börner, am Dienstag in Berlin. Im Jahr 2019 hatte Deutschland noch Waren im Wert von mehr als 1,3 Billionen Euro exportiert.

EU-Chefunterhändler Barnier: Brexit-Handelspakt bringt Stabilität

PARIS - Für EU-Chefunterhändler Michel Barnier ist der Brexit-Handelspakt zwischen der Europäischen Union und Großbritannien ein Zeichen für Stabilität. "Am Heiligabend war es eine Art Erleichterung, so vielen Unternehmen, so vielen Bürgern, die sich Sorgen machten, ein bisschen Ruhe oder Stabilität zu bringen", sagte Barnier am Dienstag dem Sender Franceinfo über die Einigung vor knapp einer Woche. Der Brexit sei dennoch schmerzhaft - aber eine demokratische Entscheidung der Briten.

LBBW-Chefvolkswirt Burkert erwartet 2021 Rückkehr der Inflation

STUTTGART/FRANKFURT - In Deutschland ist nach Einschätzung des Chefvolkswirten der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), Uwe Burkert, mit einer Rückkehr der Inflation zu rechnen. "Im Jahr 2021 können unter anderem Nachholeffekte und ein geringeres Angebot im Bereich der Dienstleistungen die Inflation zeitweise bis auf zwei Prozent steigen lassen", sagte Burkert am Dienstag der Finanznachrichtenagentur dpa-AFX. Auf längere Sicht ist nach Einschätzung des Chefvolkswirten eine noch stärkere Teuerung denkbar. "Perspektivisch sind drei Prozent möglich", sagte Burkert.

ROUNDUP: Umfrage: Deutsche blicken skeptisch ins Corona-Jahr 2021

BERLIN - Die Deutschen sehen der weiteren Entwicklung der Corona-Krise im kommenden Jahr laut einer Umfrage überwiegend skeptisch entgegen. Nach der Erhebung des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur glaubt nur jeder Vierte (26 Prozent), dass die Pandemie 2021 weitgehend überwunden wird. Zwei Drittel meinen dagegen, dass das gefährliche Virus das Leben der Menschen in Deutschland noch das ganze Jahr über beeinträchtigt. 22 Prozent erwarten sogar eine starke Beeinträchtigung.

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