dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 29.09.2021 - 17.15 Uhr

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GESAMT-ROUNDUP: Grüne und FDP suchen gemeinsame Linie für Regierungsbildung

BERLIN - Nach der Bundestagswahl haben Grüne und FDP erste Gespräche auf dem Weg zu einer neuen Bundesregierung geführt. Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt. SPD-Spitzenkandidat Olaf Scholz und der CDU-Vorsitzende Armin Laschet buhlen weiter um Grüne und FDP, um Kanzler zu werden. Laschet, mit dem die Union aus CDU und CSU eine historische Niederlage hinter der SPD erlitten hatte, hat bei einer Mehrheit der Menschen in Deutschland keinen Rückhalt.

USA: Schwebende Hausverkäufe legen überraschend deutlich zu

WASHINGTON - In den USA ist die Zahl der noch nicht ganz abgeschlossenen Hausverkäufe im August überraschend deutlich gestiegen. Die Verkäufe legten im Monatsvergleich um 8,1 Prozent zu, wie die Maklervereinigung National Association of Realtors (NAR) am Mittwoch in Washington mitteilte. Analysten hatten lediglich mit einem Anstieg um 1,4 Prozent gerechnet. Im Juli waren die Verkäufe noch um 2,0 Prozent gefallen.

ROUNDUP 2: Ernüchterung schon vor dem Treffen: USA und EU tagen in Pittsburgh

PITTSBURGH/BRÜSSEL - Die EU will sich trotz der schweren Enttäuschung über das jüngste US-Vorgehen in Sicherheitsfragen um engere transatlantische Wirtschaftskooperationen bemühen. Nach Angaben aus dem EU-Ministerrat stimmten am Mittwoch alle 27 Mitgliedstaaten einer Erklärung für die erste Sitzung eines neuen europäisch-amerikanischen Handels- und Technologierates zu. Die Sitzung sollte am späten Nachmittag europäischer Zeit in der US-Metropole Pittsburgh beginnen und den Startschuss für eine bessere Kooperation geben.

Eurozone: Wirtschaftsstimmung verbessert sich überraschend

BRÜSSEL - Die Wirtschaftsstimmung in der Eurozone hat sich im September überraschend etwas verbessert. Der Economic Sentiment Indicator (ESI) stieg im Monatsvergleich um 0,2 Punkte auf 117,8 Zähler, wie die Europäische Kommission am Mittwoch in Brüssel mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einem Rückgang auf 117,0 Punkte gerechnet. Der Wert bleibt aber unter seinem im Juli erreichten Rekordwert von 119,0 Punkten.

ROUNDUP: Japans Ex-Außenminister Kishida soll neuer Regierungschef werden

TOKIO - Neuer Regierungschef Japans soll der frühere Außenminister Fumio Kishida werden. Die regierende Liberaldemokratische Partei (LDP) wählte den 64-Jährigen am Mittwoch zu ihrem neuen Parteichef. Wegen einer Mehrheit der Partei im mächtigen Unterhaus des nationalen Parlaments gilt die Wahl Kashidas zum Ministerpräsidenten am 4. Oktober als Formsache. Er tritt die Nachfolge von Yoshihide Suga an, der wegen schlechter Umfragewerte nach nur einem Jahr das Handtuch geworfen hatte.

Spanien: Inflation so hoch wie zuletzt 2008

MADRID - Der Preisauftrieb in Spanien nimmt von hohem Niveau aus weiter zu. Im September stiegen die nach europäischer Methode erfassten Verbraucherpreise (HVPI) zum Vorjahresmonat um 4,0 Prozent, wie das Statistikamt INE am Mittwoch in Madrid mitteilte. Das ist die höchste Rate seit Herbst 2008. Im Vormonat hatte der Zuwachs 3,3 Prozent betragen. Analysten hatten im Schnitt mit einem Anstieg auf 3,6 Prozent gerechnet.

Japans Ex-Außenminister Kishida wird neuer Regierungschef

TOKIO - Der frühere japanische Außenminister Fumio Kishida hat am Mittwoch die Wahl zum neuen Vorsitzenden der regierenden Liberaldemokratischen Partei (LDP) gewonnen. Damit wird der konservative Politiker voraussichtlich am 4. Oktober mit der LDP-Mehrheit im Unterhaus des Parlaments auch zum Nachfolger von Yoshihide Suga als Ministerpräsident des Landes gewählt. Der 64-Jährige setzte sich in einer Stichwahl gegen Ex-Außenminister Taro Kono durch.

Deutschland: Einfuhrpreise steigen mit 40-jährigem Rekord

WIESBADEN - Der Preisauftrieb in Deutschland bleibt sehr hoch. Im August erhöhten sich die Preise von nach Deutschland importierten Gütern gegenüber dem Vorjahresmonat um 16,5 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Das ist der höchste Zuwachs seit September 1981 im Rahmen der zweiten Ölkrise. Schon in den Monaten vor August waren die Teuerungsraten ungewöhnlich hoch.

ANALYSE: Evergrande und Energieprobleme belasten Chinas Wachstum

FRANKFURT - Die chinesische Volkswirtschaft dürfte sich in diesem und kommendem Jahr schwächer entwickeln als allgemein erhofft und damit die globale Konjunktur dämpfen. Angesichts der erheblichen Zahlungsprobleme des Immobilienriesen Evergrande und großer Engpässe in der Energieversorgung gehen immer mehr Banken und Analysehäuser von einer schwächeren gesamtwirtschaftlichen Entwicklung aus. Dazu gehören die US-Banken Goldman Sachs und Citigroup ebenso wie das japanische Geldhaus Nomura.

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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