dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 28.12.2022 - 17.00 Uhr

USA: Schwebende Hausverkäufe fallen stärker als erwartet

WASHINGTON - In den USA ist die Zahl der noch nicht ganz abgeschlossenen Hausverkäufe den sechsten Monat in Folge gefallen. Die sogenannten schwebenden Hausverkäufe sanken im November gegenüber dem Vormonat um 4,0 Prozent, wie die Maklervereinigung National Association of Realtors (NAR) am Mittwoch in Washington mitteilte. Volkswirte hatten lediglich mit einem Rückgang um 1,0 Prozent gerechnet.

Britische Regierung trotz Streikwellen gegen hohe Lohnsteigerungen

LONDON - Die britische Regierung bleibt trotz der jüngsten Streikwelle bei Bahnen, Grenzbeamten und Klinikpersonal hart. "Wir wollen, dass die Streiks enden, wir wollen, dass man sich auf eine faire Gehaltslösung einigt", sagte ein Regierungssprecher am Mittwoch. Aber es könne keine Lohnerhöhungen im zweistelligen Prozentbereich geben, weil diese die Inflation noch weiter anheizen würden. Der Sprecher forderte die Bahngewerkschaft RMT auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Es habe ein faires Angebot der Arbeitgeber vorgelegen, sagte er.

Kreml hat noch keine Antwort auf Gaspreisdeckel

MOSKAU - Das von Präsident Wladimir Putin erlassene Exportverbot für Öl in Länder mit Preisdeckel lässt sich nach Kremlangaben nicht ohne Weiteres auf den Gasmarkt übertragen. "Der Gasmarkt hat seine Eigenheiten, die Lage wird analysiert", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Mittwoch der Nachrichtenagentur Interfax zufolge. Es sei noch zu früh, um über eine Entscheidung zu sprechen. Die Energieminister der EU haben sich in der vergangenen Woche auf eine vorübergehende Begrenzung der Gaspreise ab Februar geeinigt. Damals nannte Peskow die Einigung "inakzeptabel".

Lindner hält Senkung der Einkommensteuer für angebracht

BERLIN - Finanzminister Christian Lindner hält angesichts der aktuellen Wirtschaftslage eine Senkung der Einkommensteuer für angebracht. Das geht aus einem internen Papier seines Ministeriums hervor, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt und über das zuerst die "FAZ" berichtete.

Japans Notenbank hält weiter an extrem lockerer Geldpolitik fest

TOKIO - Die japanische Notenbank sieht laut dem Protokoll der jüngsten Zinssitzung trotz einer Anpassung keinen grundlegenden Wechsel der geldpolitischen Strategie vorgenommen. Trotz der Ausweitung der Schwankungsbreite der Rendite von 10-jährigen Staatsanleihen soll an der lockeren Geldpolitik festgehalten werden, sagte ein Notenbankmitglied laut einer am Mittwoch veröffentlichten Zusammenfassung von Aussagen der Währungshüter auf der Zinssitzung vom 19. und 20. Dezember. Zuvor hatte sich bereits Notenbankpräsident Haruhiko Kuroda ähnlich geäußert.

Japans Industrieproduktion sinkt dritten Monat in Folge

TOKIO - In Japan ist die Industrieproduktion im November weiter gefallen. Zwar ging die Fertigung nur leicht zurück, wie aus einer Mitteilung des Wirtschaftsministeriums vom Mittwoch hervorgeht. Es war aber bereits der dritte Dämpfer in Folge für die Industriebetriebe der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt.

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