dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 22.02.2023 - 17.00 Uhr

ROUNDUP: Ifo-Geschäftsklima hellt sich vierten Monat in Folge auf

MÜNCHEN - Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Februar weiter verbessert. Das ifo-Geschäftsklima stieg zum Vormonat um einen Punkt auf 91,1 Zähler, wie das Ifo-Institut am Mittwoch in München mitteilte. Es ist der vierte Anstieg des wichtigsten deutschen Konjunkturbarometers in Folge. Bankvolkswirte hatten mit einer etwas stärkeren Verbesserung gerechnet und waren im Schnitt von einem Indexwert von 91,2 Punkten ausgegangen.

ROUNDUP: Inflation zieht zu Jahresbeginn wieder an

WIESBADEN - Nach dem Wegfall der einmaligen staatlichen Entlastung für Gas- und Fernwärmekunden gewinnt die Inflation wieder an Tempo. Die Verbraucherpreise stiegen im Januar gegenüber dem Vorjahresmonat um 8,7 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Die Behörde bestätigte damit eine erste Schätzung. Im Dezember lag die Inflationsrate nach jüngsten Daten noch bei 8,1 Prozent und im November 8,8 Prozent.

ROUNDUP: Putin lobt russisch-chinesische Beziehungen - Wang Yi in Moskau

MOSKAU - Bei einem Treffen mit dem leitenden chinesischen Außenpolitiker Wang Yi in Moskau hat Russlands Präsident Wladimir Putin die engen Beziehungen beider Länder zueinander als derzeit besonders wichtig gelobt. "Die internationalen Beziehungen sind heute kompliziert", sagte Putin der russischen Staatsagentur Tass zufolge zum Auftakt des Treffens. "In diesem Zusammenhang kommt der Zusammenarbeit zwischen der Volksrepublik China und der Russischen Föderation (...) eine besonders hohe Bedeutung für die Stabilisierung der internationalen Lage zu."

US-Präsident Biden sichert osteuropäischen Nato-Partnern Beistand zu

WARSCHAU - Angesichts des russischen Krieges gegen die Ukraine hat US-Präsident Joe Biden den Staaten an der Ostflanke der Nato einmal mehr Beistand für den Fall eines Angriffes zugesagt. Bei einem persönlichen Treffen mit mehreren osteuropäischen Nato-Partnern in der polnischen Hauptstadt Warschau sagte Biden am Mittwoch: "Artikel Fünf ist eine heilige Verpflichtung, die die Vereinigten Staaten eingegangen sind. Wir werden buchstäblich jeden Zentimeter der Nato verteidigen." In Artikel Fünf des Nato-Gründungsvertrages ist geregelt, dass sich die Bündnispartner verpflichten, bei einem bewaffneten Angriff gegen einen oder mehrere von ihnen Beistand zu leisten.

EU-Staatsanwaltschaft: Millionenschwerer Steuerbetrug in acht Ländern

LUXEMBURG - Die Europäische Staatsanwaltschaft EPPO hat einen mutmaßlichen millionenschweren Steuerbetrug in acht EU-Ländern aufgedeckt. 17 Menschen wurden gleichzeitig in Tschechien, Ungarn, Italien, Luxemburg, Portugal, Polen, der Slowakei und Spanien festgenommen, wie die Behörde am Mittwoch in Luxemburg mitteilte. Der EU und den EU-Staaten sei mindestens ein Schaden von insgesamt 25 Millionen Euro entstanden. Ihren Hauptsitz soll die kriminelle Organisation wohl in Spanien gehabt haben.

Neue Daten: Verbraucherpreise 2022 weniger stark gestiegen

WIESBADEN - Die Verbraucherpreise in Deutschland sind im vergangenen Jahr auf hohem Niveau weniger stark gestiegen als zunächst berechnet. Nach überarbeiteten Daten des Statistischen Bundesamtes vom Mittwoch lag die Inflation im Schnitt des Jahres 2022 bei 6,9 Prozent. Es war die höchste Teuerungsrate seit Anfang der 70er Jahre im Zuge der Ölkrise. Sie fiel aber deutlich geringer aus als der zunächst berechnete Wert von 7,9 Prozent im Jahresschnitt.

ROUNDUP: Lauterbach gegen höhere Selbstbeteiligung für Kassenpatienten

BERLIN - Zur Finanzierung des Gesundheitswesens plädiert der Wirtschaftswissenschaftler Bernd Raffelhüschen dafür, dass gesetzlich Krankenversicherte jährlich bis zu 2000 Euro Selbstbeteiligung zahlen. "Wir können uns das System nicht mehr leisten", sagte der Freiburger Ökonomie-Professor der "Bild"-Zeitung (Mittwoch). "Patienten müssen künftig mehr aus eigener Tasche dazu bezahlen." Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) erteilte dem Vorstoß jedoch eine klare Absage. "Für Uniprofessoren wie Herrn Raffelhüschen oder mich wären diese Vorschläge bezahlbar", twitterte Lauterbach. "Für die große Mehrheit der Bevölkerung geht das nicht."

Neuseeland: Notenbank hebt Leitzinsen weiter an

WELLINGTON - Die Notenbank Neuseelands stemmt sich weiter gegen die hohe Inflation im Land. Nach ihrer Zinssitzung hob sie den Leitzins um 0,5 Prozentpunkte auf 4,75 Prozent an, wie die Zentralbank am Mittwoch in Wellington mitteilte. Bankökonomen hatten mit dem Schritt überwiegend gerechnet. Er folgt auf eine Straffung um 0,75 Punkte auf der vorherigen Sitzung. Weitere Zinsanhebungen dürften folgen, die Notenbank veranschlagt den Zinsgipfel derzeit auf 5,5 Prozent.

Frankreich: Geschäftsklima hellt sich überraschend auf

PARIS - Die Unternehmensstimmung in Frankreich hat sich im Februar überraschend verbessert. Der Indikator des Statistikamts Insee stieg um einen Punkt auf 103 Zähler, wie die Behörde am Mittwoch in Paris mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einem unveränderten Wert von 102 Punkten gerechnet. Der Stimmungsindikator liegt über seinem langjährigen Durchschnitt von 100 Punkten.

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