dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 22.11.2021 - 17.00 Uhr

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ROUNDUP 3: US-Präsident Biden nominiert Notenbankchef Powell für zweite Amtszeit

WASHINGTON - US-Präsident Joe Biden nominiert den Chef der Notenbank Federal Reserve (Fed), Jerome Powell, für eine zweite Amtszeit. Das teilte das Weiße Haus am Montag in Washington mit. Der Senat muss der Personalie noch zustimmen. Die absehbare Kontinuität an der Spitze der mächtigen Notenbank dürfte von den Märkten positiv aufgenommen werden. Der 68-jährige Powell führt die Notenbank der weltgrößten Volkswirtschaft bereits seit Februar 2018. Der damalige Präsident Donald Trump, ein Republikaner, hatte ihn für eine vierjährige Amtszeit nominiert. Powell war zuvor bereits seit 2012 Mitglied des Zentralbankrats gewesen.

USA: Verkäufe bestehender Häuser steigen überraschend

WASHINGTON - In den USA sind die Verkäufe bestehender Häuser im Oktober überraschend gestiegen. Sie legten im Monatsvergleich um 0,8 Prozent zu, wie die Maklervereinigung National Association of Realtors (NAR) am Montag in Washington mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt hingegen mit einem Rückgang um 1,4 Prozent gerechnet.

Eurozone: Verbrauchervertrauen trübt sich stärker als erwartet ein

BRÜSSEL - Die Stimmung der Verbraucher in der Eurozone hat sich im November stärker als erwartet eingetrübt. Der Indikator sei um 2,0 Punkte auf minus 6,8 Punkte gefallen, teilte die EU-Kommission am Montag in Brüssel mit. Analysten hatten im Schnitt mit einem Rückgang auf minus 5,5 Prozent gerechnet. Der Indikator liegt damit noch über seinem langfristigen Durchschnitt. In der Europäischen Union (EU) war die Entwicklung ähnlich.

RKI: Mehrere Bevölkerungsgruppen mit geringeren Impfquoten

BERLIN - Das Robert Koch-Institut (RKI) hat in einer Erhebung Bevölkerungsgruppen mit geschätzt geringerer Covid-19-Impfquote ausgemacht. Dazu zählen etwa Menschen im Alter von 30 bis 39 Jahren, Menschen in Kurzarbeit/Arbeitslose, Menschen mit Migrationshintergrund, Bewohner in Orten mit weniger als 20 000 Einwohnern sowie Menschen aus Bayern und Baden-Württemberg. Das geht aus einem am Montag veröffentlichen RKI-Bericht hervor.

ROUNDUP/ Bundesbank: Inflation von knapp 6 Prozent und Konjunkturdelle

FRANKFURT - Inflationsraten von knapp 6 Prozent und ein vorläufiges Ende der Konjunkturerholung in Deutschland: Die Aussichten zum Jahresende haben sich inmitten steigender Corona-Zahlen eingetrübt. Die Bundesbank hält einen Sprung des harmonisierten Verbraucherpreisindexes HVPI, den die EZB für ihre Geldpolitik heranzieht, auf knapp 6 Prozent im November für möglich, wie aus dem am Montag veröffentlichten Monatsbericht der deutschen Notenbank hervorgeht. Zugleich dürfte die wirtschaftliche Erholung im vierten Quartal eine Verschnaufpause einlegen.

ROUNDUP: Welche Folgen der Fachkräftemangel hat - DIHK: Problem nimmt zu

BERLIN - Personalengpässe in Unternehmen nehmen aus Sicht der deutschen Wirtschaft zu - und der Fachkräftemangel dürfte sich in den kommenden Jahren noch verschärfen. Es werde für Firmen immer mühsamer, sich dagegen zu stemmen, sagte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Achim Dercks, am Montag in Berlin.

Bundesbank: Konjunkturerholung legt Verschnaufpause ein

FRANKFURT - Lieferengpässe in der Industrie und die stark gestiegenen Corona-Infektionszahlen bremsen nach Einschätzung der Bundesbank die Wirtschaft in Deutschland zum Jahresende. "Die wirtschaftliche Erholung wird voraussichtlich zunächst eine Verschnaufpause einlegen", schrieb die Notenbank in ihrem am Montag veröffentlichten Monatsbericht. Das Bruttoinlandsprodukt könnte im vierten Quartal auf der Stelle treten.

Bundesbank warnt vor Folgen einer chinesischen Immobilienkrise

FRANKFURT - Die Deutsche Bundesbank hat vor den wirtschaftlichen Folgen einer Immobilienkrise in China gewarnt. Von einer schweren Krise auf dem chinesischen Immobilienmarkt könnten spürbare realwirtschaftliche Effekte auf Deutschland und andere Länder ausgehen, heißt es im Monatsbericht der Bundesbank vom Montag. Gemäß einer Modellrechnung dürfte die Wirtschaftsleistung (BIP) Deutschlands durch verringerte Ausfuhren im ersten Jahr der Krise um 0,6 Prozent geringer ausfallen.

Bundesbank: Kaum Kurzfristwirkung durch US-Infrastrukturpaket

FRANKFURT - Die Deutsche Bundesbank rechnet vorerst mit nur geringen Wachstumseffekten durch das milliardenschwere US-Infrastrukturpaket. Zwar dürfte die Wirtschaftsleistung (BIP) der USA im Jahr 2030 aufgrund des 570 Milliarden Dollar umfassenden Pakets um etwa ein Viertel Prozent höher ausfallen, heißt es im Monatsbericht der Bundesbank vom Montag. Kurzfristig dürften sich die Effekte aber kaum auswirken.

EZB-Aufseher: Banken müssen Klimarisiken entschlossener angehen

FRANKFURT - Viele Großbanken im Euroraum gehen Klima- und Umweltrisiken für ihr Geschäft nach Ansicht der EZB-Aufseher noch nicht entschlossen genug an. Anhand einer Analyse von 112 Geldhäusern kommen die Bankenaufseher der Europäischen Zentralbank (EZB) zu dem Schluss, dass die Institute zwar "erste Schritte zur Einbeziehung klimabezogener Risiken unternommen haben". Allerdings erfülle "keine Bank auch nur annähernd alle Erwartungen der Aufsichtsbehörden", bilanzierte die Bankenaufsicht am Montag.

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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