dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 20.05.2021 - 17.00 Uhr

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ROUNDUP: IWF prognostiziert für Deutschland im laufenden Jahr gutes Wachstum

WASHINGTON - Die Wirtschaft in Deutschland wird in diesem Jahr dank der Fortschritte bei der Corona-Impfkampagne nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) zunehmend an Fahrt gewinnen. Anfang nächsten Jahres dürfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wieder das Niveau von vor der Pandemie erreichen, teilte der IWF am Donnerstag mit. Vor allem starke Exporte und die Nachfrage nach Dienstleistungen dürften das Wachstum ankurbeln. In seiner jüngsten Konjunkturprognose Ende März hatte der IWF für 2021 für Deutschland ein Wirtschaftswachstum von 3,6 Prozent prognostiziert.

USA: Frühindikatoren steigen stärker als erwartet

WASHINGTON - Die konjunkturellen Aussichten in den USA haben sich im April stärker als erwartet verbessert. Der Sammelindex der wirtschaftlichen Frühindikatoren stieg um 1,6 Prozent gegenüber dem Vormonat, wie das private Forschungsinstitut Conference Board am Donnerstag in Washington mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt nur mit einem Anstieg um 1,3 Prozent gerechnet. Im März hatten die Frühindikatoren um 1,3 Prozent zugelegt.

USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe erneut gesunken

WASHINGTON - In den USA setzt sich die Erholung auf dem Arbeitsmarkt fort. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ist weiter gesunken und erreichte das tiefste Niveau seit Beginn der Corona-Krise. In der Woche zum 15. Mai ist die Zahl der Anträge um 34 000 auf 444 000 gefallen, wie das US-Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Das ist der dritte Rückgang in Folge und das tiefste Niveau seit Einführung von Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie vor mehr als einem Jahr.

USA: Philly-Fed-Index trübt sich überraschend stark ein

PHILADELPHIA - Das Geschäftsklima in der US-Region Philadelphia hat sich im Mai deutlich stärker als erwartet eingetrübt. Der Indikator der regionalen Notenbank für die Industrie (Philly-Fed-Index) fiel um 18,7 Punkte auf 31,5 Punkte, wie die regionale Zentralbank am Donnerstag in Philadelphia mitteilte. Volkswirte hatten mit einem Rückgang auf 41,5 Punkte gerechnet.

Eurozone: Leistungsbilanz mit geringerem Überschuss

FRANKFURT - Der Überschuss in der Leistungsbilanz der Eurozone ist im März deutlich gefallen. Der Überschuss sank von rund 26 Milliarden Euro im Vormonat auf etwa 18 Milliarden Euro, wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Die Überschüsse in der Handels- und Dienstleistungsbilanz gingen zurück. Die Defizite in den Einkommensbilanzen engten sich unter dem Strich etwas ein.

Deutschland: Erzeugerpreise steigen so stark wie seit 2011 nicht mehr

WIESBADEN - Der allgemeine Preisauftrieb in Deutschland dauert an. Auf Herstellerebene stieg das Preisniveau im April gegenüber dem Vorjahresmonat um 5,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Das ist der höchste Zuwachs seit knapp zehn Jahren. Analysten hatten im Mittel mit einer Rate von 5,1 Prozent gerechnet. Im Monatsvergleich stiegen die Preise, die Produzenten für Waren erhalten oder bezahlen müssen, um 0,8 Prozent.

Japans Außenhandel erholt sich vom Corona-Einbruch

TOKIO - Der japanische Außenhandel erholt sich vom Einbruch in der ersten Corona-Welle vor etwa einem Jahr. Im April stiegen die Ausfuhren der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt um 38 Prozent zum Vorjahresmonat, wie aus Regierungszahlen vom Donnerstag hervorgeht. Das Resultat lag über den Analystenerwartungen von im Schnitt plus 30,8 Prozent. Der Anstieg folgt auf einen Zuwachs von 16,1 Prozent im März.

Weiter turbulenter Handel mit Kryptowährungen - Starke Erholung beim Bitcoin

FRANKFURT - Die Kursturbulenzen im Handel mit Kryptowährungen finden vorerst kein Ende. Nach einem herben Kurseinbruch zur Wochenmitte hat bereits am Mittwochnachmittag eine Erholung eingesetzt, die sich am Donnerstag mit hohem Tempo fortsetzte.

Rom pumpt 40 Milliarden Euro in Wirtschaft und Arbeitsmarkt

ROM - Italiens Regierung hat am Donnerstag ein Maßnahmenbündel im Umfang von 40 Milliarden Euro zur Stützung der von Corona angeschlagenen Wirtschaft verabschiedet. Das teilte Außenminister Luigi Di Maio auf Facebook mit.

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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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