dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 19.11.2020 - 17.00 Uhr

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USA: Verkäufe bestehender Häuser steigen überraschend erneut

WASHINGTON - Der US-Häusermarkt hat seinen jüngsten Aufwärtstrend im Oktober überraschend fortgesetzt. Die Verkäufe bestehender Häuser stiegen im Monatsvergleich um 4,3 Prozent, wie die Maklervereinigung National Association of Realtors (NAR) am Donnerstag in Washington mitteilte. Analysten hatten hingegen mit einem Rückgang um 1,1 Prozent gerechnet.

USA: Frühindikatoren steigen wie erwartet

WASHINGTON - Die konjunkturellen Aussichten in den USA haben sich im Oktober wie erwartet verbessert. Der Sammelindex der wirtschaftlichen Frühindikatoren stieg um 0,7 Prozent gegenüber dem Vormonat, wie das private Forschungsinstitut Conference Board am Donnerstag in Washington mitteilte. Analysten hatten mit dieser Entwicklung gerechnet.

Türkische Notenbank erhöht Leitzins drastisch

ANKARA - Die türkische Notenbank hat mit einer drastischen Zinserhöhung auf die hohe Inflation und den jüngsten Wertverfall der Lira reagiert. Der Leitzins werde um 4,75 Prozentpunkte auf 15,0 Prozent angehoben, teilte die Zentralbank am Donnerstag in Ankara mit. An den Finanzmärkten war der Zinsschritt in dieser Größenordnung erwartet worden. Nachdem die Notenbank den Leitzins zuletzt im Oktober noch überraschend unverändert ließ, versuchen die Währungshüter die Lira-Krise mit höheren Zinsen in den Griff zu bekommen.

USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe legen überraschend zu

WASHINGTON - In den USA ist die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe überraschend gestiegen. In der vergangenen Woche beantragten 742 000 Personen Hilfen, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. In der Woche zuvor waren es nur 711 000 Anträge gewesen. Analysten hatten im Schnitt einen Rückgang auf 700 000 Anträge erwartet.

IWF warnt vor Abflauen der Konjunkturerholung

WASHINGTON - Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat sich vor dem Hintergrund der zweiten Infektionswelle in der Corona-Krise skeptisch zu der weiteren Entwicklung der Weltwirtschaft gezeigt. Durch härtere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie könnte die derzeit laufende Erholung der Wirtschaftsleistung nach dem Corona-Einbruch im Frühjahr an Schwung verlieren, warnten IWF-Experten in einem am Donnerstag in Washington veröffentlichten Bericht. "Die Unsicherheiten und Risiken sind außergewöhnlich hoch", hieß es.

USA: Philly-Fed-Index trübt sich nicht so stark wie befürchtet ein

PHILADELPHIA - Das Geschäftsklima in der US-Region Philadelphia hat sich im November weniger als erwartet eingetrübt. Der Indikator der regionalen Notenbank (Philly-Fed-Index) fiel von 32,3 Punkten im Vormonat auf 26,3 Punkte, wie die regionale Zentralbank am Donnerstag in Philadelphia mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt hingegen mit einem stärkeren Rückgang auf 22,5 Punkte gerechnet.

ROUNDUP/OECD-Bericht: Corona macht Schwächen in Gesundheitssystemen sichtbar

PARIS - Die Corona-Pandemie hat gravierende Schwachstellen in Gesundheitssystemen und die unzureichende Vorbereitung vieler europäischer Länder auf eine Gesundheitskrise offenbart. Staaten müssten vor allem mehr in ihr Gesundheitspersonal investieren, heißt es in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) mit Sitz in Paris. Gleichzeitig habe sich gezeigt, dass Länder, die in der Lage sind, schnell auf die Krise zu reagieren, kostspielige weitgehende Corona-Beschränkungen möglicherweise vermeiden können.

ROUNDUP 2: Trump-Anwälte wollen Wahlergebnis kippen

WASHINGTON - Mehr als zwei Wochen nach der US-Präsidentenwahl verschärft der unterlegene Amtsinhaber Donald Trump seinen juristischen Kampf um den Machterhalt. In einer Klage in Pennsylvania wollen seine Anwälte nun das Ergebnis der Präsidentenwahl in dem Bundesstaat aushebeln lassen. In Wisconsin wird es eine Neuauszählung der Stimmen in zwei Bezirken geben. Ob das Trump hilft, ist zu bezweifeln: In Georgia schrumpfte sein Rückstand auf den siegreichen Herausforderer Joe Biden nach einer Prüfung nur von 14 000 auf 12 000 Stimmen.

Eurozone: Überschuss der Leistungsbilanz steigt weiter

FRANKFURT - Der Überschuss in der Leistungsbilanz der Eurozone ist im September weiter gestiegen. Wie die Europäische Zentralbank (EZB) am Donnerstag in Frankfurt mitteilte, erhöhte sich der Überschuss gegenüber dem Vormonat von rund 21 Milliarden auf etwa 25 Milliarden Euro. Die Überschüsse in der Handels- und Dienstleistungsbilanz legten zu. Die Salden der defizitären Einkommensbilanzen änderten sich nur wenig.

Umfrage: Ökonomen hoffen auf Biden - schlechtes Zeugnis für Trump

MÜNCHEN - Joe Biden wird der deutschen Wirtschaft nach Ansicht von Ökonomen gut tun. In einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage des Münchner Ifo-Instituts und der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" gingen 76 Prozent von einer sehr oder eher positiven Wirkung des künftigen US-Präsidenten auf die hiesige Wirtschaft aus. Auch sein Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung in den USA und der EU wird von einer deutlichen Mehrheit der 141 befragten Wirtschaftswissenschaftler an deutschen Universitäten positiv eingeschätzt.

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