dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 18.15 Uhr - 11.10.2021

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EZB-Ratsmitglied warnt vor Inflationsrisiken

AMSTERDAM - Das niederländische Ratsmitglied der Europäischen Zentralbank (EZB), Klaas Knot, hat Anleger an den Finanzmärkten vor Risiken einer weiter steigenden Inflation gewarnt. Seit Beginn der Corona-Krise hätten sich Akteure an den Finanzmärkten deutlich risikofreudiger gezeigt, sagte Knot am Montag in Amsterdam. Das riskantere Anlegerverhalten mache die Märkte aber anfälliger für Stimmungsumschwünge. Die stärkere Risikofreude ist nach Einschätzung des Notenbankers nur bei einer schwachen Inflation und niedrigen Zinsen tragfähig.

Finanzmärkte sehen englische Notenbank auf Straffungskurs

LONDON/FRANKFURT - Die Finanzmärkte rechnen immer stärker mit einer baldigen Straffung der Geldpolitik in Großbritannien. Am Montag wurde am Geldmarkt eine erste kleine Zinserhöhung seit der Corona-Pandemie für Ende des Jahres eingepreist. Am Kapitalmarkt stieg die Rendite zehnjähriger britischer Staatsanleihen erstmals seit Frühjahr 2019 über die Marke von 1,2 Prozent. Hintergrund der Entwicklung sind die steigende Inflation im Vereinigten Königreich und Äußerungen hochrangiger Notenbanker zu der Thematik.

Italiens Industrieproduktion sinkt leicht

ROM - Die Produktion in der italienischen Industrie ist im August leicht gefallen. Gegenüber dem Vormonat fiel die Gesamtherstellung um 0,2 Prozent, wie das Statistikamt Istat am Montag in Rom mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit der Entwicklung gerechnet. Der Rückgang folgt auf einen Anstieg um revidiert 1,0 (zunächst 0,8) Prozent im Juli. Gegenüber dem Vorjahresmonat stagnierte die Produktion im August.

ROUNDUP/Weltbank: Ärmere Länder verpassen Erholung von Corona-Krise

WASHINGTON - Ärmere Länder profitieren nach Ansicht der Weltbank kaum von der wirtschaftlichen Erholung von der Corona-Krise. Der Aufschwung sei "dramatisch ungleich", und Entwicklungsländer stünden weiter vor großen Herausforderungen, mahnte Weltbank-Präsident David Malpass am Montag zu Beginn der gemeinsamen Jahrestagung der Organisation mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF). Weil den ärmeren Ländern Impfstoffe und der finanzielle Spielraum zur Unterstützung der Konjunktur fehlten, wachse die Ungleichheit zwischen Ländergruppen.

Wirtschaftsnobelpreis geht an Forscher Card, Angrist und Imbens

STOCKHOLM - Der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften geht in diesem Jahr an die Forscher David Card, Joshua Angrist und Guido Imbens. Das gab die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften am Montag in Stockholm bekannt.

Ökonomin: Materialmangel nimmt Konjunkturerholung den Schwung

FRANKFURT - Fast jedes zweite mittelständische Unternehmen in Deutschland kämpft einer Umfrage zufolge mit den Folgen von Lieferengpässen. Die Engpässe "legen den kleinen und mittleren Unternehmen enorme Steine auf ihren Weg aus der Corona-Krise", berichtete KfW-Chefvolkswirtin Fritzi Köhler-Geib. Am stärksten belastet seien das verarbeitende Gewerbe und die Bauindustrie, aber auch Handel und Dienstleister seien betroffen. "Das nimmt der gerade wieder angesprungenen Konjunktur ihren Schwung", sagte die Chefvolkswirtin der staatlichen Förderbank.

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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