dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 18.07.2022 - 17.00 Uhr

USA: NAHB-Immobilienindex gibt kräftig nach - Siebter Rückgang in Folge

WASHINGTON - Die Stimmung auf dem US-Häusermarkt hat sich im Juli deutlich eingetrübt. Der NAHB-Hausmarktindex fiel um 12 Punkte auf 55 Zähler, wie die National Association of Home Builders am Montag in Washington mitteilte. Es ist der mittlerweile siebte Indexrückgang in Folge. Volkswirte hatte nur einen leichten Stimmungsdämpfer auf 65 Punkte erwartet.

ROUNDUP: Weniger Baugenehmigungen - Deutlicher Rückgang bei Einfamilienhäusern

WIESBADEN - Die Zahl der Baugenehmigungen in Deutschland ist in den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres gesunken. Insgesamt bewilligten die Behörden von Januar bis Mai den Neu- und Umbau von 155 347 Wohnungen, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Das waren 1,6 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Im Mai wurde ein Minus von 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat verzeichnet. Der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes sprach von einem Warnzeichen.

ROUNDUP: Regierung lässt Türspalt für längere Atomlaufzeiten wieder offen

BERLIN - Laufen die drei noch verbliebenen Atomkraftwerke in Deutschland vor dem Hintergrund der Gaskrise doch noch weiter? Die Bundesregierung jedenfalls lässt wieder einen Türspalt offen für einen Weiterbetrieb über das Jahresende hinaus. Hintergrund ist ein neuer Stresstest zur Sicherheit der Stromversorgung in Deutschland.

Italien besiegelt weitere Gaslieferungen aus Algerien

ALGIER - Italien hat sich weitere Gaslieferungen aus Algerien gesichert. "In diesen Monaten ist Algerien zum Hauptgaslieferanten für unser Land geworden", sagte Ministerpräsident Mario Draghi am Montag in Algier nach einem Treffen von Ministern beider Regierungen. Es sei auch eine Gelegenheit für die Länder gewesen, ihren Einsatz für die Stabilisierung im Mittelmeerraum zu bekräftigen. Algeriens Präsident Abdelmadjid Tebboune zeigte sich mit den 15 Abkommen unter anderem in den Bereichen erneuerbare Energien, Bau und Kampf gegen Korruption zufrieden.

IEA-Chef pocht in Energiekrise auf enge Zusammenarbeit in Europa

PARIS - Die Internationale Energieagentur (IEA) hält eine starke europäische Zusammenarbeit für notwendig, um sich gegen Energieknappheit zu wappnen. "Um durch die aktuelle Krise zu kommen, braucht die EU einheitliches Handeln", schrieb IEA-Direktor Fatih Birol in einem am Montag veröffentlichten Kommentar. Die Notfallplanung müsste EU-weit miteinander abgestimmt werden. Dabei solle es um Solidaritätsmechanismen und Versorgungseinschränkungen gehen.

ROUNDUP/Industriepräsident: Bei Gasmangel alle in die Pflicht nehmen

BERLIN - Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) verlangt, die Versorgung mit Erdgas für den Fall eines Mangels neu zu regeln. "Die aktuellen Priorisierungsregeln in einer Gasmangellage wurden für eine kurzfristige Unterbrechung einzelner Leitungen geschaffen", sagte BDI-Präsident Siegfried Russwurm am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Für die harte neue Energie-Realität muss die Politik in Berlin und Brüssel eine neue Regelung schaffen. Diese hat alle Teile der Gesellschaft entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit in die Pflicht zu nehmen."

Krise in Italien: Unterstützung für weitere Regierung unter Draghi

ROM - Nach dem gescheiterten Rücktrittsangebot von Ministerpräsident Mario Draghi mehren sich in Italien die Forderungen nach einer Fortsetzung seiner Regierung oder einer vorgezogenen Wahl. "Ich bin für eine Regierung Draghi II mit Entscheidungsfreudigkeit und Verantwortung seitens des Premiers", sagte Ex-Regierungschef Matteo Renzi der Zeitung "Corriere della Sera" (Montag). Wenn Draghi das jedoch nicht so sehe, dann werde man sofort zu Wahlen übergehen, erklärte der Chef der kleinen Zentrumspartei Italia Viva.

GESAMT-ROUNDUP: Neue EU-Hilfen für Waffen - Selenskyj entlässt Geheimdienstchef

BRÜSSEL/KIEW - Knapp fünf Monate nach Kriegsbeginn will die EU weitere 500 Millionen Euro für die Lieferung von Waffen und Ausrüstung an die ukrainischen Streitkräfte zur Verfügung stellen. "Europa steht an der Seite der Ukraine", erklärte EU-Ratspräsident Charles Michel am Montag nach Beratungen der Außenminister der EU-Staaten in Brüssel. Unterdessen setzte Präsident Wolodymyr Selenskyj aus Ärger über "Verrat" im ukrainischen Sicherheitsapparat die Chefs von Geheimdienst und Generalstaatsanwaltschaft ab.

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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