dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 05.12.2017

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USA: ISM-Index Dienste fällt deutlich

WASHINGTON - Die Stimmung der US-Dienstleister hat sich im November von hohem Niveau aus deutlich eingetrübt. Der Einkaufsmanagerindex des Institute for Supply Management (ISM) fiel um 2,7 Punkte auf 57,4 Zähler, wie das Institut am Dienstag mitteilte. Volkswirte hatten zwar mit einem Rückgang gerechnet, allerdings nur auf 59,0 Punkte. Bis auf wenige Ausnahmen gingen die Unterindikatoren zurück.

USA: Defizit der Handelsbilanz steigt deutlich

WASHINGTON - Das Defizit in der US-Handelsbilanz hat sich im Oktober deutlich ausgeweitet. Der Fehlbetrag stieg um 3,8 Milliarden auf 48,7 Milliarden US-Dollar, wie das Handelsministerium am Dienstag in Washington mitteilte. Das ist das höchste Defizit seit Januar. Analysten hatten mit einem Defizit von 47,5 Milliarden Dollar gerechnet. Das Defizit im Vormonat wurde von 43,5 Milliarden auf 44,9 Milliarden Dollar revidiert.

Eurozone: Unternehmensstimmung auf höchstem Stand seit sechseinhalb Jahren

LONDON - Die Stimmung der Unternehmen im Euroraum hat sich im November abermals verbessert. Der Einkaufsmangerindex für die Gesamtwirtschaft erhöhte sich um 1,5 Punkte auf 57,5 Zähler, wie das Institut IHS Markit am Dienstag nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Die erste Schätzung wurde damit bestätigt. Der aktuelle Wert ist der höchste seit rund sechseinhalb Jahren. Werte über 50 Punkte deuten auf Wachstum hin, Werte darunter auf wirtschaftliche Schrumpfung.

Eurozone: Einzelhandelsumsatz sinkt deutlich

LUXEMBURG - Der Einzelhandel im Euroraum hat im Oktober deutlich weniger Umsätze erzielt als im Vormonat. Wie das Statistikamt Eurostat am Dienstag mitteilte, lagen die Erlöse 1,1 Prozent tiefer als im September. Das ist der stärkste Rückgang seit Dezember 2013, also seit fast vier Jahren. Analysten hatten ein Minus von 0,7 Prozent erwartet. Der Anstieg im Vormonat von revidiert 0,8 (zunächst 0,7) Prozent wurde mehr als wettgemacht.

Stimmung bei Chinas Dienstleistern steigt - Signale für weiter robustes Wachstum

PEKING - In China hat sich auch die Stimmung bei kleineren und privaten Unternehmen aus der Dienstleistungsbranche verbessert. Im November legte der vom Wirtschaftsmagazin "Caixin" ermittelte Stimmungsindikator für den Dienstleistungssektor auf 51,9 (Oktober: 51,2) Punkte zu. Dies geht aus am Dienstag veröffentlichten Daten hervor. Damit erholt sich der Index weiter von seinem Rückschlag im September, als er mit 50,6 Zählern auf den tiefsten Stand seit Ende 2015 gefallen war.

Spanien: Industrieproduktion überraschend stark gestiegen

MADRID - In Spanien ist die Industrieproduktion im Oktober stärker als erwartet gestiegen. Wie das nationale Statistikamt am Dienstag mitteilte, wurde im Monatsvergleich 0,6 Prozent mehr produziert. Analysten hatten dagegen im Schnitt nur einen Zuwachs um 0,4 Prozent erwartet.

Großbritannien: Stimmung der Dienstleister überraschend deutlich verschlechtert

LONDON - Die Stimmung britischer Dienstleistungsunternehmen hat sich im November überraschend deutlich verschlechtert. Der entsprechende Einkaufsmanagerindex fiel um 1,8 Punkte auf 53,8 Zähler, wie das Forschungsinstitut IHS Markit am Dienstag in London mitteilte. Volkswirte hatten mit einem geringeren Rückgang auf 55,0 Punkte gerechnet. Werte des Stimmungsindikators oberhalb von 50 Punkten signalisieren Wachstum im Bereich Dienstleistungen. Das britische Pfund zeigte sich von der Datenveröffentlichung zunächst unbeeindruckt.

US-Bankenausschuss spricht sich für Powell als neuen Fed-Chef aus

WASHINGTON - Jerome Powell hat eine wichtige Hürde auf dem Weg an die Spitze der US-Notenbank Fed genommen. Am Dienstag sprachen sich 22 von 23 Mitgliedern des Bankenausschusses im US-Senat für die Nominierung Powells als neuen Fed-Chef aus. Einzig die demokratische Senatorin Elizabeth Warren stimmte dagegen, weil sie befürchtet, dass Powell die nach der Finanzkrise ergriffene Regulierung der Bankenbranche in Teilen zurückdrehen könnte.

ROUNDUP: May nach Brexit-Rückschlag in Brüssel unter Druck

LONDON/BRÜSSEL - Nach dem Rückschlag für die Brexit-Verhandlungen steht die britische Premierministerin Theresa May massiv unter Druck. Die Europäische Union erwartet weitere Zugeständnisse, doch stellen sich neben nordirischen Nationalisten auch Brexit-Befürworter in Mays konservativer Partei quer. Weder London noch Brüssel sagten am Dienstag, wann und wie es weitergeht. "Die Show spielt jetzt in London", sagte ein Kommissionssprecher nur.

Bitcoin erreicht neues Rekordhoch - 12 000 Dollar weiter in Sicht

FRANKFURT - Der Bitcoin hat am Dienstag seine Rekordjagd fortgesetzt. Auf der bekannten Handelsplattform Bitstamp kletterte der Wert der Digitalwährung zwischenzeitlich bis auf 11 850 US-Dollar. Zuletzt lag er wieder etwas unter 11 800 Dollar.

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