dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 12.02.2018

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ROUNDUP: EU-Finanzaufseher warnen vor Digitalwährungen - Verbote in Thailand

FRANKFURT - Der Gegenwind für Digitalwährungen wie Bitcoin nimmt zu. Die führenden Finanzaufseher der Europäischen Union (EU) warnten am Montag eindringlich vor Gefahren durch Kryptowährungen. Man sei besorgt darüber, dass eine zunehmende Anzahl von Konsumenten virtuelle Währungen kaufe, ohne sich der damit verbundenen Risiken bewusst zu sein, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung der EU-Finanzregulierungsbehörden ESMA, EBA und EIOPA. Thailand verbot Banken und sonstigen Finanzinstitutionen den Handel mit Digitalwährungen am Montag komplett.

GESAMT-ROUNDUP: Unruhe in den GroKo-Parteien CDU und SPD hält an

BERLIN - Die möglichen Koalitionspartner SPD und CDU ringen nach parteiinternen Querelen um eine Erneuerung. Die Sozialdemokraten stehen kurz vor einem Führungswechsel: Fraktionschefin Andrea Nahles wird den Parteivorsitz voraussichtlich schon an diesem Dienstag kommissarisch übernehmen. Erwartet wird, dass der bisherige SPD-Chef Martin Schulz seinen sofortigen Rückzug verkündet. In der CDU wurde das Bekenntnis von Parteichefin Angela Merkel zu einer personellen Erneuerung unterschiedlich aufgenommen.

ROUNDUP 2: Führende Genossen werben für schnellen Wechsel an SPD-Spitze

BERLIN - Angesichts der Turbulenzen in der SPD wird Fraktionschefin Andrea Nahles den Parteivorsitz voraussichtlich schon an diesem Dienstag kommissarisch übernehmen. Am Nachmittag wollen Präsidium und Vorstand der SPD über das weitere Vorgehen beraten. Erwartet wird, dass der bisherige SPD-Chef Martin Schulz dort seinen sofortigen Rückzug verkünden wird. Ursprünglich hatte er diesen Schritt erst für Anfang März geplant. Mehrere Spitzengenossen sprachen sich für einen schnellen Wechsel aus.

ROUNDUP: USA offen für Gespräche mit Nordkorea - Pence für 'Druck und Dialog'

SEOUL/WASHINGTON - Die USA sind zu direkten Gesprächen mit Nordkorea über den Konflikt um die nordkoreanische Raketen- und Atomrüstung bereit. Nach der Einladung des Machthabers Kim Jong Un an Südkoreas Präsidenten Moon Jae In zu einem Treffen nach Pjöngjang bekräftigte US-Vizepräsident Mike Pence, dass auch die USA offen für einen Dialog seien, wenn Pjöngjang reden wolle.

Entscheidung über Schicksal von Präsident Zuma in Südafrika

JOHANNESBURG - In Südafrika steht offensichtlich ein Machtwechsel kurz bevor. Der erweiterte Parteivorstand der Regierungspartei ANC sollte noch am Montagnachmittag über die Zukunft des Staatschefs Jacob Zuma entscheiden, der im Zentrum massiver Korruptionsvorwürfe steht. Der Parteivorsitzende und bisherige Vizepräsident Cyril Ramaphosa hatte am Sonntag auf einer Kundgebung erklärt, das Gremium werde im Interesse der Nation den Übergang der Macht einleiten. Der 65-jährige Ramaphosa gilt als wahrscheinlicher Nachfolger Zumas.

Pence: USA sind offen für Gespräche mit Nordkorea

WASHINGTON - Die USA sind bereit, direkte Gespräche mit Nordkorea zu führen. Das sagte US-Vizepräsident Mike Pence der "Washington Post" in einem Interview auf dem Rückflug von den Olympischen Winterspielen in Südkorea. Pence machte klar, dass die USA weiterhin über Sanktionen maximalen Druck auf das isolierte ostasiatische Land ausüben würden. Wenn das Regime in Pjöngjang aber Gespräche führen wolle, sei man dafür offen.

Entscheidung über Schicksal von Präsident Zuma in Südafrika

JOHANNESBURG - In Südafrika steht offensichtlich ein Machtwechsel kurz bevor. Der erweiterte Parteivorstand der Regierungspartei ANC sollte noch am Montagnachmittag über die Zukunft des Staatschefs Jacob Zuma entscheiden, der im Zentrum massiver Korruptionsvorwürfe steht. Der Parteivorsitzende und bisherige Vizepräsident Cyril Ramaphosa hatte am Sonntag auf einer Kundgebung erklärt, das Gremium werde im Interesse der Nation den Übergang der Macht einleiten. Der 65-jährige Ramaphosa gilt als wahrscheinlicher Nachfolger Zumas.

Untersuchungskommission zu Australiens Finanzsektor nimmt Arbeit auf

MELBOURNE - Eine mit großen Vollmachten ausgestattete Kommission hat in Australien eine umfassende Untersuchung des Finanz- und Bankensektors aufgenommen. Sie war eingesetzt worden, nachdem die Geschäftsführer von Australiens vier größten Banken zugegeben hatten, unter anderem ihren Kunden zu hohe Preise berechnet und Zinssätze manipuliert zu haben.

Kritik an Sozialplänen von Union und SPD

BERLIN - Sozialverbände und die Partei die Linke haben Union und SPD mangelnde soziale Verbesserungen bei ihren Koalitionsplänen vorgeworfen. So sei es zwar eine Verbesserung, die sogenannte sachgrundlose Befristung von Arbeitsverhältnissen zu beschränken, sagte Linke-Chef Bernd Riexinger am Montag in Berlin. "Aber das betrifft nicht einmal ein Drittel der befristet Beschäftigten."

Österreich für strikten EU-Sparkurs - Oettinger-Besuch in Wien

WIEN - Österreich und andere Nettozahler wollen trotz des Brexits nicht mehr an die EU zahlen als bisher. "Es kann nicht sein, dass die EU kleiner und dass der Haushalt größer wird", betonte Kanzleramtsminister Gernot Blümel (ÖVP) am Montag in Wien nach einem Treffen mit EU-Kommissar Günther Oettinger. Österreich, Schweden, Finnland, Dänemark und die Niederlande seien nicht bereit, die durch den EU-Austritt Großbritanniens verursachte Einnahme-Lücke von 12 bis 14 Milliarden Euro zu füllen. Die EU müsse vorrangig sparen.

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