dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 27.12.2017

dpa-AFX

USA: Verbraucherstimmung trübt sich überraschend deutlich ein

WASHINGTON - Die Verbraucherstimmung in den USA hat sich Dezember überraschend deutlich eingetrübt. Der vom Conference Board erhobene Indikator sei um 6,5 Punkte auf 122,1 Zähler gefallen, teilte das private Marktforschungsinstitut am Mittwoch in Washington mit. Erwartet wurde ein Wert von 128,0 Punkten.

USA: Schwebende Hausverkäufe steigen überraschend

WASHINGTON - In den USA sind die noch nicht abgeschlossenen Hausverkäufe im November überraschend gestiegen. Die sogenannten schwebenden Hausverkäufe erhöhten sich zum Vormonat um 0,2 Prozent, wie die Maklervereinigung National Association of Realtors (NAR) am Mittwoch in Washington mitteilte. Volkswirte hatten hingegen einen Rückgang um 0,4 Prozent erwartet.

Presse: Frankreich erwägt strengere Kontrolle von Arbeitslosen

PARIS - Die französische Regierung bereitet einem Medienbericht zufolge eine strengere Kontrolle von Arbeitslosen bei der Jobsuche vor. Das Arbeitsministerium erwägt laut der investigativen Wochenzeitung "Le Canard enchaîné" vom Mittwoch teils härtere Sanktionen für Empfänger von Arbeitslosengeld, die nicht aktiv genug nach einer neuen Stelle suchen. Das Blatt berief sich auf ein vertrauliches Arbeitsdokument aus dem Mitarbeiterstab der Ministerin Muriel Pénicaud.

Bundesbank-Vorstand: Sekundenschnelle Überweisungen auf dem Vormarsch

FRANKFURT/DÜSSELDORF - Zahlungen in Sekundenschnelle könnten nach Einschätzung der Bundesbank für viele Bankkunden in absehbarer Zeit Alltag werden. "Ich bin zuversichtlich, dass Echtzeitzahlungen auf mittlere Sicht ein Erfolg werden", sagte Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele der Deutschen Presse-Agentur in Frankfurt. "Ich gehe aber nicht davon aus, dass sich das von heute auf morgen durchsetzen wird. Viel wird von Nutzerfreundlichkeit und Reichweite abhängen."

Moskauer Bankführung lässt Kreditakten im Milliardenwert verschwinden

MOSKAU - Bei der russischen Promswjasbank hat die frühere Führung nach Angaben der Zentralbank Akten über Kredite von 109 Milliarden Rubel (1,57 Mrd. Euro) verschwinden lassen. Das zehntgrößte russische Geldhaus steht seit rund einer Woche unter Zwangsverwaltung der Zentralbank.

Maschinenbau: EU kann bei Freihandel von Rückzug der USA profitieren

FRANKFURT - Deutschlands exportorientierte Maschinenbauer sehen trotz protektionistischer Tendenzen in den USA und der ergebnislosen Welthandelskonferenz Chancen für den Freihandel. "Tatsächlich brachte 2017, ausgehend von der Europäischen Union, auch sehr viele positive Entwicklungen", sagte Ulrich Ackermann, Leiter Außenwirtschaft des Branchenverbandes VDMA, am Mittwoch. Als Beispiele nannte er das Freihandelsabkommen mit Japan (JEFTA), den Handelspakt mit Kanada (CETA), der vorläufig in Kraft getreten ist, und die kurz vor dem Abschluss stehende Modernisierung des Abkommens mit Mexiko.

ROUNDUP: GKV-Spitzenverband: Krankenkassenbeiträge bleiben vorerst stabil

BERLIN - Brummende Konjunktur, hohe Lohnsteigerungen und Rekordbeschäftigung halten die Beiträge zur Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) vorerst stabil. Allerdings falle der Ausblick über 2018 hinaus wegen politischer Unwägbarkeiten schwer, sagte die Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, Doris Pfeiffer, der Deutschen Presse-Agentur.

DIHK fordert Steuersenkungen für Besserverdienende

BERLIN - Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat an die SPD appelliert, Besserverdienende zu entlasten statt noch stärker besteuern zu wollen. "Die SPD wird ihre Steuererhöhungspläne begraben müssen, weil es sich Deutschland einfach nicht leisten kann, im Zukunftswettbewerb mit anderen Industrieländern wie den USA und Frankreich ins Hintertreffen zu geraten", sagte DIHK-Chef Eric Schweitzer der "Rheinischen Post" (Mittwoch). Daher sei eine Steuerreform mit deutlichen Entlastungen der Wirtschaft nötig. Dies gehe nur über eine Einkommensteuersenkung auch für Besserverdienende. 80 Prozent der Unternehmen in Deutschland seien Personengesellschaften. Sie zahlten Einkommensteuer, und viele von ihnen den Spitzensteuersatz. Aber auch die Körperschaft- und die Gewerbesteuer müssten gleichzeitig gesenkt werden.

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.